20:14 24 Januar 2017
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    Georgien ist bereit, Südossetien einen Autonomiestatus zu gewähren

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    BATUMI, 11. Juli (RIA Nowosti). Georgiens Präsident, Michail Saakaschwili, ist bereit, Südossetien im Bestand Georgiens einen autonomen Status zu gewähren.

    Das erklärte er auf einer internationalen Konferenz zur Thematik "Initiativen der georgischen Regierung zur friedlichen Lösung des südossetischen Konflikts", die in Batumi stattfand.

    Der Staatschef führte aus, dass Georgien eine sofortige Wiederaufnahme des Dialogs mit Südossetien und eine intensivere Arbeit der OSZE in der Konfliktzone verlangt.

    "Wir sind bereit, den Konfliktgeschädigten eine Wiedergutmachung auszuzahlen, die Errichtung einer Sonderwirtschaftszone zu prüfen und Vorzugsbedingungen für die Grenzpassage nach Russland einzuräumen", sagte Michail Saakaschwili.

    Südossetien ist eine selbst proklamierte Republik, die formal dem georgischen Staatsverbund angehört. Ihre Unabhängigkeit wird von keinem Staat der Welt anerkannt.

    Der Präsident unterstrich, dass die Behörden Georgiens zu weitestgehenden Zugeständnissen hinsichtlich der Gewährung einer Autonomie bereit sind, doch, so schränkte Michail Saakaschwili ein, "alle müssen verstehen, dass wir eine Zerstückelung Georgiens nicht zulassen werden. Jedem Versuch, auf unserem Gebiet die Unabhängigkeit zu verkünden, werden wir entschieden Paroli bieten".

    Der Präsident verwies auf die Rolle Russlands bei der Lösung der Krise. "Für uns ist der Dialog mit Russland in dieser Frage von größter Bedeutung, und wir sind bereit, alle strittigen Fragen zu lösen", sagte er.

    An der zweitägigen Konferenz nehmen georgische Regierungsmitglieder, öffentliche Persönlichkeiten aus Südossetien, Nichtregierungsorganisationen, Diplomaten und Repräsentanten internationaler Organisationen teil.

    Zuvor hatte das Oberhaupt Südossetiens, Eduard Kokoiti, wissen lassen, dass Vertreter Zchinwalis (Hauptstadt Südossetiens) der Konferenz fernbleiben werden. "Das ist eine weitere PR-Aktion, die auf die westlichen Geldgeber abzielt", hatte er erklärt.

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