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    Ex-Premier weist Betrugsvorwürfe zurück

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    MOSKAU, 11. Juli (RIA Nowosti). Russlands Ex-Premier Michail Kasjanow weist die Betrugsvorwürfe gegen sich zurück. "Während meines Staatsdienstes habe ich weder kommerzielle Organisationen gegründet noch Aktien oder Anteile an irgendwelchen Firmen besessen", erklärte Kasjanow, der sich zurzeit im Ausland erholt, nach Angaben seiner Sprecherin Tatjana Rasbasch.

    Seine jetzige Geschäftstätigkeit führe er unter strikter Einhaltung des Gesetzes, betonte der Ex-Premier.

    Mit Kommentaren konkret zu dem gegen ihn eingeleiteten Betrugsverfahren hielt sich Kasjanow jedoch zurück.

    Er bestätigte die Absicht, bei den Präsidentschaftswahlen 2008 als Kandidat der vereinigten Opposition anzutreten. "Ich halte den jetzigen politischen Kurs nach wie vor für falsch", so der Ex-Premier nach Angaben seiner Pressesprecherin.

    Kasjanow beabsichtige nicht, seinen Urlaub zu unterbrechen, und wolle am 25. Juli zusammen mit seiner Familie nach Moskau zurückkehren.

    Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte aufgrund einer Anfrage des Duma-Abgeordneten Alexander Hinstein ein Betrugsverfahren gegen Kasjanow eingeleitet. Der Ex-Premier soll auf betrügerische Weise über eine Firma ein Villengrundstück in Moskau an sich gebracht haben. Nach dem russischen Recht drohen für dieses Verbrechen bis zu fünf Jahre Haft.