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    Japan zur weiteren Entsorgung russischer Atom-U-Boote bereit

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    WLADIWOSTOK, 11. Juli (RIA Nowosti). Japan ist bereit, auch weiterhin beim internationalen Programm "Stern der Hoffnung" mitzuwirken, in dessen Rahmen ausgemusterte Atom-U-Boote der Pazifikflotte Russlands demontiert und entsorgt werden, sagte am Montag der parlamentarische Sekretär des japanischen Außenministers, Kawai Katsuyuki.

    Auf einer Pressekonferenz in Wladiwostok teilte Katsuyuki mit, das Budget für die zweite Etappe des Programms sei bereits abgestimmt. In ihrem Verlauf sollen fünf U-Boote entsorgt werden, darunter vier in der Stadt Bolschoi Kamen und eines in Wiljutschinsk auf Kamtschatka.

    Das Programm sieht ferner den Bau von einem überirdischen Depot zur Einlagerung von Reaktorzellen vor, denn das schwimmende Depot in der Tschaschma-Bucht bereitet den Spezialisten Sorgen.

    Die zweite Etappe des Programms, finanziert durch die japanische Regierung, kann dem Diplomaten zufolge im Herbst des laufenden Jahres in Angriff genommen werden.

    Auch die Regierung Australiens erklärte ihre Bereitschaft, die zweite Etappe des Programms im russischen Fernen Osten zu finanzieren.

    Bei Verhandlungen in Tokio im Juni 2005 hatten australische Regierungsvertreter ihre diesbezüglichen Bestrebungen bekräftigt. Sie gaben an, dass ihr Land bereit sei, Mittel in Höhe von 6,7 Millionen US-Dollar bereit zu stellen, sagte Katsuyuki.

    Auch andere Länder des asiatisch-pazifischen Raums seien dem Diplomaten zufolge an dem ökologischen Projekt interessiert.

    Der Japaner stellte fest, dass seine Reise durch die Region Primorje in einer Atmosphäre der Offenheit und des rückhaltlosen Meinungsaustauschs verlaufen ist. Er besichtigte Objekte in Bolschoi Kamen sowie in den Buchten Tschaschma und Rasboinik, die Gegenstände des Programms sind. Mit den Verantwortlichen der Objekte und dem Befehlshaber der Pazifikflotte Russlands, Viktor Fjodorow, kam es zu Gesprächen.

    Der japanische Diplomat berichtete, dass er im Ergebnis seiner Reise und seiner Verhandlungen der Regierung Japans Bericht erstatten werde. Auf dieser Grundlage werden die japanischen Positionen für die Verhandlungen in Moskau, welche nächste Woche stattfinden, formuliert.

    Bei einem günstigen Ausgang der Verhandlungen in Moskau werden die weiteren Arbeiten im Rahmen der zweiten Etappe des Programms schon im Herbst wieder aufgenommen. Am Montagabend reist der parlamentarische Sekretär des japanischen Außenministers aus Wladiwostok nach Tokio ab.

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