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    Botschafter: US-Militärs werden gehen, während russische bleiben

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    MOSKAU, 11. Juli (RIA Nowosti). Der Militärstützpunkt der USA auf dem internationalen Flughafen Manas in Kirgisien wird allmählich aufgelöst, während der russische in Kant bestehen bleiben soll, erklärte der Botschafter Kirgisiens in Russland, Apas Dschumagulow, am Montag auf einer Pressekonferenz bei RIA Nowosti.

    Er erinnerte daran, dass auf dem kürzlichen Gipfeltreffen der Schanghai-Organisation für Zusammenarbeit (Russland, China, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan) in der kasachischen Hauptstadt Astana "erklärt wurde, dass im Zusammenhang mit dem Rückgang der Spannungen und der Normalisierung der Lage (in Afghanistan) die Notwendigkeit eines weiteren Verbleibs des Militärstützpunktes in Manas allmählich entfällt".

    "Ich denke, dass das weder heute noch morgen erfolgt, doch allmählich ist es an der Zeit", sagte der Botschafter.

    Gleichzeitig unterstrich er, dass "Kant (30 Kilometer östlich der kirgisischen Hauptstadt Bischkek gelegen) einer der Schlüsselmilitärstützpunkte der Gemeinschaft ist. Die Zusammenarbeit (mit Russland) entwickelt sich erfolgreich. Und den russischen und den amerikanischen Militärstützpunkt kann man nicht auf eine Stufe stellen", unterstrich der Botschafter.

    "Dass es in Kirgisien einen russischen Militärstützpunkt gibt, ist strategisch eine richtige Entscheidung. Das wird auch künftig von immer größerer Bedeutung sein", stellte er fest.

    Ferner unterstrich der Botschafter, dass der Abzug des amerikanischen Militärstützpunktes "leider nicht unkompliziert sein und von der Entwicklung der Lage in Afghanistan abhängen wird. Doch die Perspektive wurde festgelegt, und diesem Ziel werden wir uns nähern, sofern die Verbesserung der Lage es erlaubt".

    "Der amerikanische Militärstützpunkt verliert allmählich seine Bedeutung, und die Frage muss diskutiert werden. Das war vorherzusehen", sagte der Botschafter Kirgisiens. Er fügte hinzu, dass "es mit den USA und anderen Ländern keine weiteren Schwierigkeiten gibt".

    Er unterstrich, dass "der strategische Partner Kirgisiens auf Jahrzehnte und Jahrhunderte Russland bleiben wird". "Das ist der Hauptschwerpunkt unserer Außenpolitik. So war es, und so wird es bleiben. Unsere außenpolitische Linie ist klar, eindeutig und verständlich", meinte er.

    Der Diplomat fügte hinzu, "wir sehen mit Ausnahme des Militärstützpunkts in Manas keine Gründe für abrupte Wenden (in den Beziehungen) mit anderen Staaten".

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