14:01 17 Januar 2017
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    Kossatschow: Russland mit Resolution des Europaparlaments zum Fernen Osten nicht einverstanden

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    MOSKAU, 12. Juli (RIA Nowosti). Als einen "unverhüllt unfreundlichen Akt" hat Konstantin Kossatschow, Vorsitzender des auswärtigen Staatsduma-Ausschusses, die vom Europaparlament am 7. Juli angenommene Resolution zu Problemen der Sicherheit im Fernen Osten bewertet. Nach seinen Worten enthalte die Resolution einen Appell an Russland, die sogenannten "Nordgebiete" an "Japan zurückzugeben", die, wie die Verfasser behaupten, "von der Sowjetunion gegen Ende des Zweiten Weltkrieges besetzt wurden und heute von Russland okkupiert sind".

    "Hinter diesem Russland gegenüber unverhüllt unfreundlichen Akt lassen sich all die Akteure der europäischen Szene leicht erahnen, denen die sich anbahnenden Fortschritte bei der Regelung der Grenzprobleme nicht passen", erklärte Kossatschow vor Journalisten.

    "Absurd wirkt die Unterstützung der revisionistischen Forderungen Japans im Kontext des Problems der in der Überschrift der Resolution erwähnten ‚Sicherheit im Fernen Osten', weil ein jeder Druck von außen bei solchen Fragen selbstverständlich in keiner Weise zur Festigung der regionalen Sicherheit beitragen kann", betonte er.

    Die Geografie der Aktivitäten der europäischen "Geschichtskorrigierer" habe sich wesentlich erweitert, fügte Kossatschow hinzu. "Offenbar lassen sich die europäischen Abgeordneten vom Prinzip leiten: ‚Egal wessen Ansprüche - Hauptsache, sie sind an Russland gerichtet'."

    "Aufrichtig zu bedauern ist die Tatsache, dass die europäischen Abgeordneten keine anderen Punkte für eine gegenseitige Annäherung ihrer Positionen finden können als die gemeinsamen Ansprüche an Russland."

    "Wir wollen nicht unbeteiligt zuschauen, wie einzelne, auf ihre Russland-Komplexe fixierte Politiker das gesamte politische Klima auf dem Kontinent weiterhin vergiften, und mehr noch Empfehlungen für die Lösung von Problemen geben, mit denen sie nichts zu tun haben", betonte der Chef des auswärtigen Staatsduma-Ausschusses.

    Japan fordert von Russland die Rückgabe der Südkurileninseln Iturup, Kunaschir und Schikotan sowie die Inseln der Kleinen Inselkette zurück, die in Japan als "Nordgebiete" bezeichnet werden. Russland räumt zwar ein, dass ein Territorialproblem mit Japan besteht, weist aber die ultimativen Forderungen nach der Rückgabe der vier Inseln zurück und schlägt vor, den Gebietsstreit auf der Grundlage der Möglichkeiten zu regeln, die die Erklärung von 1956 bietet. Demnach wäre Russland bereit, als eine Geste guten Willens zwei Südkurileninseln an Japan abzutreten, sobald ein politischer Freundschaftsvertrag zwischen beiden Ländern geschlossen ist.

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