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    Überfall auf Inguschetien von 2004: Ein weiterer Verdächtiger gefasst

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    WLADIKAWKAS, 12. Juli (RIA Nowosti). Ein Jahr nach dem bewaffneten Überfall auf Inguschetien ist ein weiterer Tatverdächtiger gefasst worden, teilte Russlands stellvertretender Generalstaatsanwalt Nikolai Schepel mit.

    Es handle sich um einen gewissen Chanijew, gebürtiger Ingusche. Chanijew wurde im Rahmen der Ermittlungen zur Geiselnahme in Beslan (Republik Nordossetien, Nordkaukasus) verhaftet.

    "In seinen Aussagen nannte Chanijew den Standort des Lagers von Abu-Dzeit, wo die Terroristen vor dem Überfall auf Beslan geschult wurden", informierte Schepel.

    Zuvor hatte der stellvertretende Generalstaatsanwalt mitgeteilt, dass nach dem Überfall auf Inguschetien 90 Tatverdächtige ins Visier der Behörden geraten waren. 39 von ihnen wurden festgenommen, 18 getötet und 33 zur Fahndung ausgeschrieben. Acht Täter wurden bereits zu längeren Haftstrafen verurteilt.

    Bei ihrem Überfall auf Inguschetien in der Nacht zum 22. Juni 2004 hatten bewaffnete Täter laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft 78 Personen, darunter 35 Polizisten, ermordet und 114 Menschen verletzt.

    Die Ermittler konnten einem der Drahtzieher des Blutbades, dem Kuwaiter Abu-Kutejp, auf die Spur kommen, der gemeinsam mit seiner Familie im inguschetischen Malgobek lebte. Bei seiner Festnahme sprengte sich Abu-Kutejp mit einem Sprenggürtel in die Luft.

    Wie Schepel weiter sagte, wurden 21 der insgesamt 31 Beslaner Terroristen identifiziert.

    Am 1. September 2004 nahmen Terroristen in einer Schule in Beslan (Republik Nordossetien, Nordkaukasus) am ersten Schultag des Jahres mehr als 1.200 Geiseln, darunter ein Großteil Kinder. Beim Erstürmen der Schule am 3. September 2004 kamen am 330 Geiseln, darunter 186 Kinder, ums Leben. 918 Geiseln konnten lebend gerettet werden.

    31 der 32 Geiselnehmer wurden getötet. Der einzige am Leben gebliebene Terrorist, Nurpaschi Kulajew, steht jetzt vor Gericht.

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