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    Experte: Druck der USA auf KDVR bremst Lösung des koreanischen Nuklearproblems

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    MOSKAU, 12. Juli (RIA Nowosti). Der ultimative Druck der USA gegenüber der KDVR "bringt kaum mehr Stabilität" in die Regelung der Probleme um das Nuklearprogramm von Pyongyang. Diese Auffassung vertrat der Vizepräsident der Akademie für geopolitische Probleme, Generaloberst a. D. Leonid Iwaschow.

    In einem Kommentar zu der Entscheidung Nordkoreas, die sechsseitigen Verhandlungen über das Nuklearproblem wiederaufzunehmen, erklärte der ehemalige Chef des Amtes für internationale Zusammenarbeit des Verteidigungsministeriums Russlands: "Solche Großstaaten, wie China und Russland sowie die USA, dürfen nur als Garanten für ihre Nichteinmischung wirken."

    "Die Situation, die sich in der Region herausgebildet hat, ruft vor allem bei den Staaten dieser Region Südkorea und Japan Besorgnis hervor. Gerade diese Staaten könnten sich unter passiver und konstruktiver Beteiligung Chinas, Russlands und der USA über den Aufbau eines Sicherheitssystems, eines Systems von Garantien füreinander einigen", sagte der Experte.

    Wie der Politologe weiter bemerkte, ist von der bevorstehenden vierten Runde der sechsseitigen Verhandlungen kaum die schnelle Herbeiführung einer Vereinbarung über die grundlegende Lösung des Problems zu erwarten. Dabei ist er zuversichtlich, dass in Peking positive Zwischenergebnisse erzielt werden könnten.

    "Sollte während der bevorstehenden Verhandlungsrunde die aggressive Aktivität der USA verringert werden, kann, wie mir scheint, ein positives Zwischenergebnis erzielt werden", sagte Iwaschow.

    Nach Meinung des Experten könnte sich das positive Ergebnis in einer Verbesserung der gegenseitigen Verständigung zwischen den Teilnehmern am sechsseitigen Prozess manifestieren.

    "Ich meine damit unter anderem das Dreieck KDVR-Südkorea-Japan, den Beginn eines Dialogs zwischen diesen Ländern", sagte der Vizepräsident der Akademie für geopolitische Probleme.

    Der Experte bemerkte ferner, dass die Anbahnung der Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern im humanitären, im ökonomischen und im politischen Bereich und nachfolgend auch die Bildung des Vertrauens zwischen ihnen im Sicherheitssystem zu einem positiven Ergebnis der nächsten Verhandlungsrunde werden könnte.

    Der Vizepräsident bewertete die am Dienstag abgegebene Erklärung von US-Außenministerin Condoleezza Rice, die sechsseitigen Verhandlungen würden ohne Verzicht der KDVR auf ihr Nuklearprogramm zu nichts führen, als einen weiteren Versuch, "sich der Sprache von Ultimaten zu bedienen".

    "Eine solche Sprache darf nicht gesprochen werden. Nordkorea besitzt de facto Nuklearwaffen und wird heute nicht auf eine einseitige nukleare Abrüstung eingehen", betonte Iwaschow.

    Die KDVR erklärte sich am 9. Juli einverstanden, in diesem Monat die sechsseitigen Verhandlungen wiederaufzunehmen. Laut Berichten aus Seoul werden die Verhandlungen voraussichtlich am 27. Juli in Peking eröffnet. Alle Teilnehmer am Dialog haben die Perspektive der Fortsetzung des Dialogs begrüßt, der im August 2003 aufgenommen worden war. Japan bekundete jedoch seine Absicht, beim sechsseitigen Treffen die Umstände der Entführung japanischer Bürger durch Agenten der KDVR in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts ins Gespräch zu bringen. Bereits früher wurden Versuche unternommen, dieses Thema am Verhandlungstisch in Peking zu erörtern. Pyongyang betont, dass dieses Thema nicht das nukleare Problem betreffe, und ist der Meinung, dass Tokio bemüht sei, die Lösung des Hauptproblems zu behindern.

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