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    Russland könnte spanische Erfahrungen bei der Umstellung der Armee auf Vertragsbasis nutzen

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    HOYOS DE MANZANARES (Vorort von Madrid), 12. Juli (RIA Nowosti). Der Verteidigungsminister Russlands, Sergej Iwanow, hält es für möglich, die Erfahrungen der Streitkräfte Spaniens bei der Aufstellung der nationalen Armee auf Vertragsbasis zu nutzen.

    "Wir studieren jetzt die spanischen Erfahrungen und werden sie künftig berücksichtigen", sagte der in Spanien weilende Minister auf einer Pressekonferenz. Iwanow bemerkte, dass die spanischen Erfahrungen bei der Umstellung der nationalen Armee auf Vertragsbasis für Russland sehr nützlich sein könnten, denn beide Länder hätten ähnliche Probleme im Militärbereich.

    Wie Iwanow weiter ausführte, sind mehr als 100 000 Soldaten- und Sergeantenstellen der spanischen Armee auf Vertragsbasis umgestellt worden, so dass sich die spanische Armee heute nur aus Vertragssoldaten zusammensetzt. Der russische Minister teilte ferner mit, dass er bei seinem Spanien-Besuch mit spanischen Generälen zusammengetroffen sei und über das Thema des Überganges der Armee zur vertragsrechtlichen Aufstellung gesprochen habe.

    "Soviel ich verstanden habe, bleiben auch bei der Umstellung auf Vertragsbasis Probleme bestehen", sagte der Minister. Er nannte hierbei die Konkurrenz mit dem zivilen Sektor bei der Entlohnung und den Mangel an Fachleuten mit gründlicher technischer Ausbildung.

    "Also ist der Dienst auf Vertragsbasis kein Allheilmittel bei der Lösung der Probleme in der Armee", sagte der Minister. Er räumte zugleich ein, dass der Einsatz von Vertragssoldaten die Qualität der Streitkräfte eines Landes erhöht.

    Laut den Plänen des Verteidigungsministeriums soll es am 1. Januar 2008 in den Streitkräften Russlands rund 280 000 Vertragssoldaten und -sergeanten geben, also 50 Prozent des gesamten Personalbestandes.

    Bis Ende 2005 werden 40 Verbände mit einer Personalstärke von insgesamt 42 200 Mann auf Vertragsbasis umgestellt.

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