19:24 22 Oktober 2017
SNA Radio
    Politik

    Oberhaus erörtert Situation in Dagestan

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 210

    MOSKAU‚ 12. Juli (RIA Nowosti). Die provisorische Kommission für die Analyse der Situation im Nordkaukasus des Föderationsrates (Oberhaus des russischen Parlaments) hat am Dienstag die Lage in Dagestan erörtert. Das teilte der Vorsitzende des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Oberhauses, Viktor Oserow, mit.

    Dem Abgeordneten zufolge haben die Mitglieder der Kommission Informationen von einem Mitarbeiter des Innenministeriums entgegengenommen. "Das Innenministerium bewertet die Situation als kompliziert", sagte der Senator.

    Wie Oserow weiter bemerkte, wird im Innenministerium die Meinung vertreten, dass es für die Regelung der Situation in Dagestan notwendig sei, die Versorgung und den sozialen Schutz der Mitarbeiter der Miliz in dieser Republik zu verbessern sowie ihre Anzahl zu erhöhen.

    "Wir sind allerdings überzeugt, dass zur Verbesserung der Situation ein ganzer Komplex von Maßnahmen notwendig ist, und zwar vor allem ökonomische und soziale", betonte der Ausschussvorsitzende. Ihm zufolge sind die Vorgänge in Dagestan in vielem durch die schlechte Wirtschaftslage dieser Region verursacht worden.

    Es wurde, so der Abgeordnete, beschlossen, von den zuständigen Ministerien ausführlichere Informationen über die Situation in der Republik abzufordern, eine gründliche Analyse vorzunehmen und diese mit dem Bevollmächtigten Vertreter des Präsidenten im föderalen Bezirk Süd, Dmitri Kosak, fortzusetzen.

    Wie Mussa Umarow, Mitglied der zeitweiligen Kommission und Vertreter des Staatsrates Tschetscheniens im Föderationsrat, gegenüber der RIA Nowosti sagte, muss zur Regelung der Situation in Dagestan eine mühselige und sorgfältige ideologische Aufklärungsarbeit geleistet werden. "Die Situation in Dagestan und im Nordkaukasus insgesamt ist nicht einfach, sie erfordert eine ständige und angespannte Aufmerksamkeit. Faktisch müssen wir dort Juwelierarbeit leisten", sagte Umarow.

    Nach seiner Meinung sind die Geschehnisse in Dagestan eine Folge der Arbeitslosigkeit in der Republik. "Die Ursachen sind, wie ich glaube, die Erwerbslosigkeit in der Bevölkerung und der Mangel an Arbeitsplätzen", sagte der Senator.

    In der Sitzung der Kommission sei hervorgehoben worden, dass das Verteidigungsministerium seine Gruppierungen in der Region, insbesondere in den Gebirgsgebieten von Dagestan, verstärkt, sagte das Oberhausmitglied.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren