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    Vietnamairlines: Unser Flugzeug hat Russlands Luftraum nicht verletzt

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    HANOI, 13. Juli (RIA Nowosti). Die Passagiermaschine des Typs Boeing 777 der vietnamesischen Fluggesellschaft Vietnamairlines habe am Dienstag den Luftraum Russlands nicht verletzt.

    Das erklärte Nguyen Chan, Pressesekretär der Gesellschaft, am Mittwoch gegenüber RIA Nowosti.

    Es handle sich um Linienflüge aus Vietnam nach Russland, die von den zuständigen Stellen der Russischen Föderation längst genehmigt sind, hieß es.

    Der Vorfall am Dienstag, als eine Boeing-777 der vietnamesischen Fluggesellschaft als Luftverletzer angesehen wurde, "ist für die vietnamesische Seite unverständlich". Nach seiner Ansicht könnte sich das negativ auf das Ansehen von Vietnamairlines auswirken.

    Die Gesellschaft fordert die russische Seite auf, diesen Fakt zu untersuchen und eine entsprechende Erläuterung zu geben, so der Sprecher.

    Das Staatsunternehmen Vietnamairlines unternimmt seit 2002 Flüge aus Vietnam nach Russland mit Boeing-Maschinen ohne Zwischenlandung. Die Flugzeuge fliegen zweimal in der Woche aus Hanoi und einmal pro Woche von Ho Chi Minh-Stadt nach Moskau.

    Die Föderale Lufttransportagentur werde den Vorfall selbst untersuchen, teilte der Pressedienst dieser Behörde mit.

    Zuvor hatte Russlands Verteidigungsminister mitgeteilt, ein Passagierflugzeug des Typs Boeing 777 der vietnamesischen Fluggesellschaft Hangkhong Vietnam hätte am Dienstagmorgen den Luftraum Russlands verletzt.

    Die Maschine flog die Route Hanoi-Moskau (Flughafen Domodedowo), "das Hauptzentrum für die Planung und Regelung der Luftverkehrsströme Russlands hatte aber diesen Flug nicht in den internationalen Flugplan aufgenommen", erklärte der Sprecher der Agentur.

    Die Luftabwehrkräfte hätten der Maschine ebenfalls keine Genehmigung für die Überquerung der Grenze Russlands erteilt, hieß es.

    Deshalb wurde die Maschine als ein Luftraumverletzter bewertet.

    Der Einheitliche Dienst für die Organisation des Luftverkehrs untersagte dem Flugzeug die Nutzung des Luftraums und erteilte dem zivilen Luftfahrtsektor seines regionalen Zentrums in Samara die Anweisung, die Maschine aus dem Luftraum Russlands zu verdrängen, sagte ein Sprecher der Föderalen Agentur.

    Diese Anweisung wurde aber vom Zentrum in Samara nicht erfüllt. Als Folge setzte die Maschine den Flug fort und landete im Moskauer Flughafen Domodedowo.

    Nach Ansicht des Verteidigungsministeriums haben "die Beamten der zivilen Sektoren der operativen Stellen des Einheitlichen Zentrums angesichts der bestehenden Terrorgefahren" Bedingungen geschaffen, die "zu einer Zuspitzung der Situation führen und die Luftabwehrkräfte Russlands zu entschiedenen Maßnahmen mit unumkehrbaren Folgen hätten provozieren können".

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