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    IAEA-Vizegeneraldirektor: Weitere 130 Atomenergieobjekte sollen in nächsten 15 Jahren weltweit entstehen

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    MOSKAU, 13. Juli (RIA Nowosti) In den nächsten 15 Jahren könnten bis zu 130 neue Atomenergieobjekte in der Welt entstehen. Das erklärte Juri Sokolow, Stellvertretender Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), in einer internationalen Konferenz zum Thema "Multilaterale Herangehensweisen an den nuklearen Brennstoffzyklus zur Festigung des Regimes der Nichtweiterverbreitung".

    Nach seinen Worten sind gegenwärtig 440 Nuklearenergieobjekte weltweit im Einsatz, die bis zu 16 Prozent der gesamten Stromenergie erzeugen. "In den nächsten 20 Jahren kann ihre Leistung auf 427 bis 430 Gigawatt steigen", so Sokolow.

    Die IAEA ist bestrebt, die Kontrolle über die Technologie der Urananreicherung und die Brennstoffproduktion zu verstärken. "Darum ist die IAEA besonders besorgt", hieß es.

    Der stellvertretende IAEA-Generaldirektor verwies auf eine Reihe von Maßnahmen, die auf diesem Gebiet ergriffen werden müssten. Zu diesen Maßnahmen gehören eine Einschränkung des Umgangs mit Stoffen, die für die Produktion von Kernwaffen geeignet sind, in den zivilen Nuklearobjekten; Erzeugung neuer Nuklearstoffe nur mit Hilfe von Anlagen, die von der IAEA kontrolliert werden; Förderung der Entwicklung von Energiesystemen, in denen keine Werkstoffe verwendet werden, die für militärische Zwecke gebraucht werden könnten.

    "Wir müssen heute ein Dilemma lösen: Gewährleistung einer stabilen Entwicklung der Menschheit und Lösung des Energieproblems", sagte Sokolow. Nach seiner Ansicht könnte gerade die Atomenergiewirtschaft eine Quelle für die Lösung des Problems der Energieressourcen sein.

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