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    Lukoil führt in Kolumbien Bohrungen durch

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    MOSKAU, 13. Juli (RIA Nowosti). Der russische Ölgigant Lukoil hat mit dem Niederbringen tiefer Erdkundungsbohrungen im Rahmen des kolumbianischen Projektes Condor begonnen.

    Der russische Anteil an dem Projekt beträgt 70 Prozent, während die restlichen 30 Prozent auf die Kolumbianische nationale Ölgesellschaft Ecopetrol entfallen.

    Ein dahingehender Vertrag, der am 7. April 2002 von beiden Seiten unterzeichnet wurde, sieht sechsjährige geologische Erkundungsarbeiten und im Falle einer kommerziellen Entdeckung von Erdöl und Erdgas auch die Erschließung des Vorkommens im Laufe von 22 Jahren vor.

    Der Block Condor liegt im Vorland der Ostkordilleren im westlichen Teil des Erdöl- und Erdgasfeldes Llanos und ist einer der größten geologischen Erdkungsblöcke auf kolumbianischem Territorium. In dieser Region wurden bereits früher eine seismische Erkundung vorgenommen und vier Erkundungsbohrungen niedergebracht.

    Laut einem Sprecher der Gesellschaft Lukoil ist geplant, nach dem Projekt Condor-1 3,4 Millionen Tonnen Erdöl, zehn Millionen Tonnen Gaskondensat und 78,5 Milliarden Kubikmeter Gas zu fördern. Die projektierte Tiefe der Vertikalsonde soll 5050 Meter betragen und der Bohrturm soll eine Höhe von 1128 Meter über dem Meeresspiegel haben. Das Niederbringen der Bohrung wird zehn Monate dauern.

    Unter den Auftragnehmern befinden sich die nationalen Gesellschaften Estudios Geotechnicos, Rogoland, Occipetrol und Corpro sowie die weltbekannten Servicekonzerne Weatherford, Baker Hughes, Swaco, Halliburton, Smith, Cudd und Schlumberger.

    Lukoil ist die größte private Ölgesellschaft Russlands - sie hat im vergangenen Jahr 86,3 Millionen Tonnen Erdöl gefördert und plant für dieses Jahr eine Fördermenge von insgesamt 90,2 Millionen Tonnen. Die Gesellschaft verfügt über 1,5 Prozent der Weltvorräte an Erdöl und bestreitet zwei Prozent der weltweiten Ölförderung und 19 Prozent der gesamtrussischen Ölförderung.