21:27 22 Oktober 2017
SNA Radio
    Politik

    Föderationsrat billigt Abkommen über russischen Luftstützpunkt in Kirgisien

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 201

    MOSKAU, 13. Juli (RIA Nowosti). Der Föderationsrat (Oberhaus des russischen Parlaments) hat am heutigen Mittwoch ein Abkommen mit Kirgisien gebilligt, das den Status und die Aufenthaltsbedingungen des russischen Luftstützpunktes in Kirgisien regelt.

    Zuvor war die Vereinbarung bereits von der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) ratifiziert worden.

    Das Dokument, unterzeichnet am 22. September 2003, ist auf 15 Jahre befristet. Es wird automatisch um jeweils weitere fünf Jahre verlängert, es sei denn eine der Vertragsparteien setzt mindestens sechs Monate vor dem Ablauf des Abkommens die andere Partei schriftlich über ihre Absicht in Kenntnis, das Abkommen nicht zu verlängern.

    "Das Abkommen schafft die Rechtsgrundlage für die Funktion des russischen Militärstützpunktes in Kirgisien und liegt im langfristigen strategischen Interesse Russlands", sagte Andrej Ischtschuk, Stellvertreter des Vorsitzenden des Föderationsratsausschusses für GUS-Angelegenheiten, am Dienstag zu Journalisten.

    Das Abkommen erlangt nach seiner Unterzeichnung durch Präsident Wladimir Putin die Rechtskraft.

    Der russische Luftstützpunkt in Kirgisien war auf Beschluss des Rats für kollektive Sicherheit vom 25. Mai 2001 eingerichtet worden. Auf einer Tagung des Verteidigungsministerrats des Vertrags über kollektive Sicherheit (Russland, Weißrussland, Armenien, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan) bestätigten die Seiten am 20. November 2002 ihr Einverständnis, den Militärflugplatz im kirgisischen Kant (30 Kilometer östlich von der Landeshauptstadt Bischkek) einer russischen Fliegereinheit als Bestandteil der Kollektiven schnellen Einsatzkräfte Zentralasiens zur Verfügung zu stellen.

    Seit 1956 wurden in Kant Piloten aus Entwicklungsländern Asiens, Afrikas, Zentral- und Südamerikas ausgebildet, unter ihnen der ägyptische Präsident Hosni Mubarak und der verstorbene syrische Präsident Hafez el-Assad.

    Heute kann der Flugplatz Kant sowohl Kampfjets als auch Militärtransporter aufnehmen. In absehbarer Zeit sollen dort eine Gruppe der SU-27-Jäger und eine Gruppe der Schlachtflugzeuge SU-25 wie auch Übungsflugzeuge L-39, ein Transporter An-26 und ein Hubschrauber Mi-8 stationiert werden.

    Der Fliegerstützpunkt wird unter anderem im Interesse des vereinigten Luftabwehrsystems der GUS genutzt und bewacht den kirgisischen Luftraum.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren