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    Russland lagert 16 000 Tonnen Atommüll in Depots

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    MOSKAU, 13. Juli (RIA Nowosti). Russland hat 16 000 Tonnen Atommüll eingelagert, teilte der Leiter der Verwaltung für Industrie und Kernmaterialien bei der Föderalen Atomenergiebehörde, Jewgeni Kudrjawzew, am Mittwoch auf der Konferenz "Multilaterales Herangehen an geschlossene Atomkreisläufe und das Problem der atomaren Nichtweiterverbreitung" mit.

    Ihm zufolge fallen bei elf Reaktoren des Typs RBMK (Hochleistungs-Reaktor mit Kanälen), neun Reaktoren vom Typ WWER-1000 (Wasser-Wasser-Energie-Reaktor) und sechs Reaktoren vom Typ WWER-440 insgesamt 750 Tonnen abgebrannte Kernbrennstäbe jährlich an.

    Bis zum Jahr 2015 sollen weitere 24 000 Tonnen Atommüll zur Endlagerung in Russland eintreffen. Für die geologische Isolierung der nuklearen Abfälle seien (bis 2015) zehn Milliarden Dollar notwendig, weitere rund 100 Millionen Dollar müssen für die Deponierung von Atommüll bereit gestellt werden, sagte Kudrjawzew.

    Er rief daher auf, die "Lagerungs- und Entsorgungskosten zu optimieren". "Jetzt suchen wir nach alternativen Verwertungs- und Entsorgungstechnologien", berichtete er.

    Aus einer Tonne verwertetem Atommüll werden, so Kudrjawzew, 100 Kilogramm Konzentrat für Dauerlagerung in bergmännischen Hohlräumen und bis zu 900 Kilogramm regeneriertes Uran gewonnen.

    Der Vertreter der russischen Atomenergiebehörde betonte, das Bergbauchemische Kombinat Schelesnogorsk (50 Kilometer südlich von Krasnojarsk) sei ein geeigneter Standort für Endlagerung und Entsorgung von Atommüll anderer Staaten.

    "Alle Depots des Kombinats sind im Gebirge geschlossen, es gibt eine hervorragende Transportinfrastruktur für Atommüll und ausgebildete Fachkräfte".

    Auf der Konferenz zum Thema Atomkreislauf und Non-Proliferation, die am Mittwoch in Moskau begann, werden technische Details des Aufbaus eines internationalen Atommüll-Zentrums auf der Grundlage des Bergbauchemischen Kombinats Schelesnogorsk erörtert.

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