20:45 25 September 2017
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    Transafghanische Pipeline wird Realität

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    NEU DELHI, 13. Juli (RIA Nowosti). Die indischen Behörden haben sich einverstanden erklärt, sich am Bau einer Gaspipeline von Turkmenien über afghanisches und pakistanisches Territorium nach Indien, mehr als Transafghanische Pipeline bekannt, zu beteiligen. Das teilte der stellvertretende Erdöl- und Erdgasminister von Pakistan Ahmed Waqar am Mittwoch im Ergebnis einer Sitzung der indisch-pakistanischen Arbeitsgruppe für Zusammenarbeit in Energiewirtschaft in Neu Delhi mit.

    Ahmed Waqar ist der pakistanische Kovorsitzende der Gruppe, der von indischer Seite der stellvertretende Erdöl- und Erdgasminister S. B. Tripathi vorsteht.

    Indien hat im vergangenen Monat den Wunsch geäußert, dem Projekt beizutreten. Jetzt wurden Mitarbeiter des indischen Ministeriums für Erdöl eingeladen, an den Sitzungen der Expertenkommissionen für dieses Projekt teilzunehmen. Die Asiatische Bank für Entwicklung hat Anfang dieses Jahres eine definitive Fassung der technisch-ökonomischen Begründung des Baus der Transafghanischen Erdgasleitung präsentiert, die von der britischen Gesellschaft "Penspen" in Übereinstimmung mit dem 2002 von den vier Teilnehmerländern des internationalen Projektes geschlossenen Regierungsabkommen ausgearbeitet worden war.

    Die 1 680 Kilometer lange Erdgasleitung, die von Douletabad in Turkmenistan bis zur Ortschaft Fazilka (Indien) an der Grenze zu Pakistan verlaufen, einen Durchmesser von 56 Zoll (1 420 Millimeter) und einen Arbeitsdruck von 100 Atmosphären haben soll, wird für eine Kapazität von 33 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr ausgelegt. Es sollen sechs Verdichterwerke gebaut werden. Der Wert der Pipeline beläuft sich schätzungsweise auf 3,3 Milliarden US-Dollar. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im nächsten Jahr.

    Der Präsident von Turkmenistan, Saparmurat Nijasow, hat "Gasprom" wiederholt eine Beteiligung an dem Projekt angeboten, aber der russische Gasmonopolist hält sich einstweilen davon fern. Und das ist nicht verwunderlich, denn die von Aschchabad betriebene Politik der Diversifizierung der Gasexportlieferungen steht im krassen Widerspruch zu den russischen Interessen.

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