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    Internationales Atommüll-Depot in Sibirien

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    MOSKAU, 13. Juli (RIA Nowosti). Um ein internationales Atommüll-Zentrum auf der Grundlage des Bergbauchemischen Kombinats Schelesnogorsk (Region Krasnojarsk) zu errichten, wären Investitionen in Höhe von 4,7 Milliarden Dollar notwendig. Zu diesem Schluss neigen einige Experten auf der internationalen Konferenz "Das multilaterale Herangehen an geschlossene Atomkreisläufe und die Stärkung der atomaren Nichtweiterverbreitung", die am Mittwoch in Moskau begann.

    So erklärte der wissenschaftliche Sekretär des Russischen Forschungs- und Produktionsinstituts für Energietechnologien, Igor Rybaltschenko, laut Schätzungen seines Instituts würde der Bau eines internationalen Atommüll-Zentrum 2,53 Milliarden Dollar Investitionen erfordern, vorausgesetzt, in dem Zentrum würde ausschließlich Atommüll der Atomkraftwerke deponiert, die nach russischen Projekten errichtet wurden.

    "Die Aufnahmefähigkeit des Atommüll-Depots würde dabei rund 40.000 Tonnen betragen", äußerte Rybaltschenko.

    Sollten in dem Depot auch atomare Abfälle ausländischer Kernkraftwerke eingelagert werden, so wären Investitionen in Höhe von 4,7 Milliarden Dollar notwendig. Die Aufnahmefähigkeit des Lagers würde dabei auf 700.000 Tonnen steigen.

    "Der Bau eines solchen Zentrums auf der Grundlage des Schelesnogorsker Kombinates ist zweckmäßig, doch zuerst müssen alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt werden, möglicherweise auch unter Einschaltung ausländischer Organisationen. Die technischen Kapazitäten für den Bau sind vorhanden", sagte Rybaltschenko.

    Davor hatte Jewgeni Kudrjawzew, Ressortleiter Industrie und Kernmaterialien bei der Föderalen Atomenergiebehörde, auf der Konferenz das Bergbauchemische Kombinat Schelesnogorsk bei Krasnojarsk als den "geeignetsten Standort für die Endlagerung und Entsorgung von Atommüll" bezeichnet. Ihm zufolge hat Russland derzeit 16 000 Tonnen Atommüll eingelagert.

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