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    Baku bekräftigt Kurs auf Zusammenarbeit mit Teheran

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    BAKU, 13. Juli (RIA Nowosti). Die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und Iran wird auch weiterhin erfolgreich sein, meinte der aserbaidschanische Präsident Ilcham Alijew am Mittwoch bei einem Treffen mit dem Sonderbeauftragten des iranischen Präsidenten für den Kaspisee, Mehdi Safari. Das meldete das Presseamt des aserbaidschanischen Staatschefs.

    Alijew äußerte sich zufrieden über die erfolgreiche Umsetzung der bilateralen Wirtschaftsverträge und Projekte in den Bereichen Energie und Straßenbau.

    Safari sagte seinerseits, der neue iranische Präsident, Mahmoud Ahmadinejad, möchte die freundschaftlichen und brüderlichen Beziehungen zu Aserbaidschan weiterentwickeln. (In Iran leben mindestens 10 Millionen ethnische Aserbaidschaner und somit 1,5-mal soviel wie in Aserbaidschan. In der ganzen Welt leben etwa 40 Millionen Aserbaidschaner).

    Safari übergab Alijew eine Antwort des iranischen Staatschefs auf ein Gratulationsschreiben anlässlich dessen Wahlsiegs.

    Im Rahmen seines eintägigen Besuchs wird Safari mit dem aserbaidschanischen Premier Artur Rasisade, Außenminister Elmar Mamedjarow und dessen Vize Chalaf Chalafow zusammentreffen, um sowohl über die bilateralen Beziehungen als auch über die Festlegung des Rechtsstatus für den Kaspisee zu diskutieren, ein Problem, mit dem Safari nach Ablauf seiner siebenjährigen Amtszeit als iranischer Botschafter in Moskau beauftragt wurde.

    Da bisher keine neue Konvention beschlossen wurde, besteht der Rechtsstatus des Kaspisees weiter nach den sowjetisch-iranischen Verträgen. In ihnen wird er als Binnengewässer mit dem Recht der gemeinsamen Nutzung definiert. Nach dem Zerfall der Sowjetunion sahen die neuen Anrainer Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan darin eine Benachteiligung für sich und forderten, den Kaspisee als internationales Gewässer einzustufen. Aserbaidschan, Kasachstan und Russland setzen sich für eine Aufteilung des Grundes des Kaspisees nach der so genannten mittleren Modifizierungslinie ein. Damit hätte jeder Anrainer das souveräne Recht auf Ausbeutung des Bodeninneren, wobei die Oberfläche im gemeinsamen Besitz bleiben würde.

    Im Rechtsstreit um den Kaspisee gibt es noch einige wesentliche Meinungsverschiedenheiten. "Die Wichtigste davon ist die Aufteilung des Gewässers. Iran beharrt auf einer Aufteilung des Kaspisees zu gleichen Teilen zwischen allen Anrainern. Die anderen Kaspisee-Staaten möchten den Grund, das Bodeninnere und die Wasserfläche individuell aufteilen. Russland schlägt unter anderem vor, jedem Anrainer das alleinige Recht der Ausbeutung von bis zu 15 Seemeilen vor der eigenen Küste zu gewähren", sagte der russische Chefunterhändler für den Kaspisee, Viktor Kaljuschny, kürzlich in einem Interview.

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