11:06 22 Januar 2017
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    Russland fordert die Auslieferung des zur internationalen Fahndung ausgeschriebenen Leonid Newslin

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    MOSKAU, 14. Juli (RIA Nowosti). Russland fordert von den USA die Auslieferung des zur internationalen Fahndung ausgeschriebenen Geschäftsmannes, Leonid Newslin, der sich in Amerika aufhält. "Gestern verlangte die russische Seite vom US-State Departement Newslins Auslieferung, weil dieser zur internationalen Fahndung ausgeschrieben ist und ihm Schwerverbrechen zur Last gelegt werden", erfuhr RIA Nowosti am Mittwoch in der Botschaft Russlands in Washington. Am Mittwoch trug Newslin auf der Sitzung der Kommission für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa einen Bericht vor. Er empfahl, Russland aus der G8 auszuschließen und nicht als Mitglied in die WTO aufzunehmen. Newslin sagte, die USA und die anderen Mitgliedsländer der G8 sollten angesichts der gegenwärtigen Lage im Inneren des Landes nicht Russlands Vorsitz in der Gruppe der Acht billigen.

    Er verglich die "Affäre Kasjanow" mit der "Affäre Yukos". Der Fall Kasjanow "trägt alle Anzeichen der Kampagne, der Yukos ausgesetzt war. Kräfte des Inlandsgeheimdienstes FSB und der russischen föderalen Staatsanwaltschaft werden zur Beseitigung der politischen Opponenten eingesetzt", führte Leonid Newslin aus.

    Ferner warf er die Frage auf, ob Russland die Aufnahme in die Welthandelsorganisation verdient hat.

    Newslin selbst teilte mit, dass er sich schon seit 10 Tagen in den USA aufhält und sich mit verschiedenen Organisationen getroffen hat, die sich mit der Beobachtung des demokratischen Prozesses in Russland und in der ganzen Welt befassen.

    Er räumte ein, dass Russland der Regierung Israels schon länger als ein Jahr Unterlagen über die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen übermittelt hat und seine Inhaftierung fordert. "Doch bisher wurde noch kein einziges Dokument von der (israelische) Staatsanwaltschaft überprüft".

    Die Kommission für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, bekannt unter dem Namen Helsinki-Kommission, ist eine selbstständige Institution der Regierung der USA.

    Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands beschuldigte Leonid Newslin im Juli 2004 des Mordes und schrieb ihn zur internationalen Fahndung aus.

    Im Juli des laufenden Jahres übermittelte die russische Generalstaatsanwaltschaft über Interpol Belastungsmaterialien mit neuen Anschuldigungen. Wie der stellvertretende Generalstaatsanwalt, Wladimir Kolesnikow, bekannt gab, hängen die neuen Anschuldigungen mit Mord und Mordversuch gegen mehrere Personen zusammen.

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