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    "Kommersant": Moskau missbilligt Newslins Treffen mit USA-Kongressabgeordneten

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    MOSKAU, 14. Juli (RIA Nowosti). Trotz aller Bemühungen Moskaus hat Leonid Newslin, Besitzer der Group Menatep (Hauptaktionär der Ölfirma Yukos), der von Russland auf die internationale Fahndungsliste gesetzt wurde, vor der Helsinki-Kommission des USA-Kongresses einen Vortrag zum Thema "Der Fall Yukos und seine Folgen für Politik und Wirtschaft Russlands" gehalten, berichtet die Wirtschaftszeitung "Kommersant" am Donnerstag.

    Der jetzige USA-Besuch Newslins ist bereits der zweite in diesem Monat. Wie die Zeitung aus der USA-Regierung nahestehenden Kreisen erfuhr, habe "Russlands Außenministerium aktive Schritte unternommen, damit diese Reise und dieser Vortrag in den USA nicht stattfinden". Der Kreml ist äußerst unzufrieden damit, dass Newslin die Einreise in die USA gestattet wurde, und noch mehr mit seinem geplanten Vortrag im Kongress. "Moskau hat gefragt, wozu es Washington nötig habe, die guten Beziehungen zwischen den Präsidenten Putin und Bush in Frage zu stellen", hieß es.

    Eine Bestätigung dafür, dass zwischen Moskau und Washington ein Skandal ausgebrochen ist, war eine Information, die der Pressedienst der russischen Botschaft in den USA erhielt. Die russische Seite habe von der Spitze des USA-Außenamtes "eine Auslieferung Newslins angesichts der schwerwiegenden Delikte, die ihm zur Last gelegt werden", gefordert.

    Laut der der USA-Administration nahe stehenden Quelle sei "Newslins Washington-Besuch ein Signal an Wladimir Putin, dass sein Verhalten gegenüber Yukos und Michail Kasjanow (der russische Ex-Premier, gegen den die russische Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren eingeleitet hat) für die USA nicht akzeptabel ist und dass seine Handlungen negative Folgen haben könnten".

    Neben dem Vortrag in der Helsinki-Kommission soll Newslin mehrere bedeutsame Treffen in Washington haben.

    Wie die israelische Presse berichtete, war Newslins Reise angeblich unter anderem auch mit seinem Wunsch verbunden, zum ständigen Wohnsitz in die USA umzusiedeln. Diese Information wurde aber im USA-Außenamt nicht bestätigt.

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