05:32 19 Januar 2017
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    Oberstes Gericht bestätigt Urteil gegen Yukos-Mitarbeiter Pitschugin

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    MOSKAU, 14. Juli (RIA Nowosti). Der Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation hat die Rechtmäßigkeit des Urteils gegen den Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes von Yukos, Alexej Pitschugin, bestätigt, berichtet der Korrespondent von RIA Nowosti aus dem Gerichtssaal.

    Das Gericht wies damit die Beschwerde von Pitschugins Rechtsanwälten und des Verurteilten selbst zurück.

    Die Geschworenen hatten Pitschugin des Mordes an Olga und Sergej Gorin, beide wohnhaft in Tambow, 2002 für schuldig befunden. Auch Pitschugins Verwicklung in das Attentat auf Olga Kostina, Ex-Chefin des PR-Amtes der Moskauer Oberbürgermeisterei und ehemalige Beraterin des Ex-Yukos-Chefs Michail Chodorkowski vom November 1998, hielten die Geschworenen als bewiesen. Zugleich sprach das Gericht Pitschugin vom Vorwurf des Mordanschlags auf Ex-Chef von AG Rosprom Viktor Kolessow frei, sah es jedoch als erwiesen an, dass er den Unternehmer verprügelt habe. Während des Prozesses beteuerte Pitschugin seine Unschuld. Sein Mittäter Alexej Peschkun hingegen bekannte sich teilweise schuldig.

    Das Moskauer Stadtgericht verurteilte Pitschugin zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren.

    Die Verteidiger forderten, das Urteil des Moskauer Gerichts außer Kraft zu setzen und eine neue Gerichtsverhandlung anzuordnen.

    Den Rechtsanwälten zufolge soll das Gericht bei der Verhandlung mehrmals die Prozessordnung verletzt haben. So sei die Strafsache unbegründet für geheim erklärt worden, auch bei der Bildung des Geschworenenkollegiums habe es Rechtsverletzungen gegeben, meint der Rechtsanwalt Georgi Kaganer.

    Doch das Gericht lehnte die Beschwerde, wie gesagt, ab und das Urteil bleibt in Kraft.