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    Russischer Außenminister und UNO-Sondergesandter erörtern Lage im Kosovo

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    MOSKAU, 14. Juli (RIA Nowosti). Der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, und der Sondergesandte des UNO-Generalsekretärs für den Kosovo, Kai Eide, werden am 15. Juli die Lage in dieser Region erörtern, teilte der stellvertretende russische Außenminister Wladimir Tschischow in einem Interview für RIA Nowosti mit.

    Der Sondergesandte des UNO-Generalsekretärs wird mit Wladimir Tschischow und dem Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums auf dem Balkan, Alexander Bozan-Chartschenko, Verhandlungen durchführen.

    Wie der stellvertretende Außenminister mitteilte, stehen in Moskau Fragen im Mittelpunkt der Diskussionen, die mit der gegenwärtigen Tätigkeit Kai Eides in seiner Eigenschaft als Sondergesandter des Generalsekretärs der UNO zur Vorbereitung eines umfassenden Lageberichts zusammenhängen.

    "Er nahm seine Tätigkeit erst vor Kurzem auf, weilte in Kosovo und besuchte die problematischsten Punkte, darunter die serbischen Enklaven. Es gibt für seine Tätigkeit keine zeitlichen Beschränkungen. Soviel Zeit, wie er für die Erstellung seines Lageberichts über den Kosovo braucht, soviel wird ihm voraussichtlich auch eingeräumt", sagte der stellvertretende Minister.

    Das Ergebnis seiner Arbeit, auf deren Grundlage die Diskussion über den Status von Kosovo beginnen wird, steht noch nicht fest. "Darum ist es für uns interessant, von ihm zu hören, wie seine ersten Eindrücke von seiner Tätigkeit sind", ließ der stellvertretende Minister durchblicken.

    Zuvor hatte Tschischow in einem Interview für RIA Nowosti ausgeführt, dass "nun der Prozess der Erarbeitung eines Überblicks über die Realisierung der Kosovo-Standards begonnen hat. Wieviel Zeit er in Anspruch nehmen wird, kann ich momentan nicht sagen, doch die russische Seite ist dagegen, die Dinge zu überstürzen und den Prozess künstlich voranzutreiben. Wenn die Dinge abgeschlossen sind, dann steht die genannte Frage in der Kosovo-Kontaktgruppe und im UNO-Sicherheitsrat zur Diskussion. Wenn die Schlussfolgerungen die Unterstützung der Weltgemeinschaft finden, dann wird die Frage geklärt, ob Verhandlungen über den Status des Kosovo begonnen werden sollen oder nicht".

    Der Diplomat fügte hinzu, dass Russland sich in seiner Eigenschaft als Ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates wie auch als Mitglied der Kontaktgruppe aktiv an den Verhandlungen beteiligen wird.

    Was die Kosovo-Standards (international bestätigte Aufstellung von völkerrechtlichen Normen, die 8 Grundsätze umfassen) angeht, so sind sie nach Tschischow Meinung "nicht in einem einzigen Punkt realisiert worden".

    "Am meisten beunruhigen die Lage der nicht albanischen Bevölkerung in der Region, die Frage der Rückkehr der Flüchtlinge und so weiter. Natürlich kann es kein Schwarz-Weiß-Bild geben: hier oder dort gibt es Fortschritte, doch die Normalisierung betrifft meistens nur die Kosovo-Albaner und nicht alle. Darum meint Russland, dass die Aufmerksamkeit auf die Implementierung der Kosovo-Standards konzentriert werden muss. In dieser Hinsicht bleibt noch viel zu tun", unterstrich der Diplomat.

    Am 7. Juli besuchte der Leiter der UN-Zivilverwaltung im Kosovo (UNMIK), Soren Jessen-Petersen, Moskau. Im Mittelpunkt seiner Gespräche mit der Leitung des russischen Außenministeriums standen ebenfalls Fragen der Normalisierung der Lage im Kosovo.

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