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    In Beziehungen zwischen Japan und China neue Krise möglich

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    TOKIO - PEKING, 14. Juli (RIA Nowosti). In den Beziehungen zwischen Japan und China könne eine neue Krise entstehen. Anlass dazu gebe der Beschluss der japanischen Regierung, die dem Privatunternehmen Teikoku Oil die Förderung auf einem mit China strittigen Territorium genehmigt hat. Den entsprechenden Beschluss teilte der japanische Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie Shoichi Nakagawa am Donnerstag Journalisten mit.

    Aus der Sicht der Experten der Zeitung "Asahi" könne die Ausstellung der Lizenz für Versuchsbohrungen und die nachfolgende Ausbeute der Erdöl- und Gasvorkommen im Ostchinesischen Meer an ein japanisches Privatunternehmen die japanisch-chinesischen Beziehungen stark erschweren.

    China bestreitet die Ansprüche Japans auf das Grenzgebiet. Darum könne dieser Beschluss von Tokio die ohnehin schon komplizierten japanisch-chinesischen Beziehungen noch mehr zuspitzen. Es sei zu befürchten, dass dies zu neuen antijapanischen Aktionen führen werde, ähnlich denen, die im April durch viele Städte Chinas rollten. Japan werde dadurch die Hoffnung auf die Unterstützung seines Bestrebens, den Status eines ständigen Mitglieds des UN-Sicherheitsrates zu bekommen, durch China verlieren.

    Peking reagierte umgehend auf den Beschluss der japanischen Regierung. "Die Gewährung des Rechtes auf Bohrungen in diesen Räumen des Ostchinesischen Meeres durch Japan stellt eine Verletzung der souveränen Rechte Chinas dar", erklärte heute Liu Jianchao, amtlicher Sprecher des Außenministeriums der VRCh, vor Journalisten.

    Der chinesische Diplomat fügte hinzu, dass solche Handlungen von Tokio die Situation im Ostchinesischen Meer stark erschweren würden.

    Er erklärte, dass der Streit zwischen China und Japan wegen der Grenzlinie im Ostchinesischen Meer auf dem Verhandlungswege gelöst werden sollte.

    Tokio sollte sich solcher Handlungen enthalten, die die souveränen Rechte und die Beziehungen zwischen beiden Ländern beeinträchtigen. China und Japan erheben nämlich Anspruch auf die kleine Inselkette Diaoyutai /japanische Bezeichnung - Senkaku/ im Ostchinesischen Meer.

    Peking vertritt den Standpunkt, dass diese Inseln reich an unterwasser lagernden Vorräten an Erdöl und Erdgas seien. Die Forderung, die chinesische Souveränität über diese Inseln zu schützen, war eine der Hauptlosungen der antijapanischen Aktionen, die im April in ganz China stattfanden.

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