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    Vizepremier Gulomow: Sachschäden durch Hochwasserkatastrophe in Südtadschikistan auf 50 Millionen US-Dollar geschätzt

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    DUSCHANBE/CHAMADONI (Südtadschikistan), 14. Juli (RIA Nowosti). Die Sachschäden, die durch das Hochwasser des Flusses Pjandsch in zwei südlichen Rayons von Tadschikistan - Chamadoni und Farchor - verursacht wurden, werden nach dem heutigen Stand auf 50 Millionen US-Dollar geschätzt. Das teilte der Vizepremier der tadschikischen Regierung und Leiter des Krisenstabes, Assadullo Gulomow, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz im Rayon Chamadoni mit.

    Am 20. Juni war der Wasserstand des Pjandsch, der durch die beiden Rayons fließt, wegen einer intensiven Gletscherschmelze plötzlich auf zwei bis vier Meter gestiegen. Dadurch hat sich das Flussbett von 200 Meter auf einen Kilometer erweitert.

    "Die Wasserkatastrophe hat ein Menschenleben gefordert, 30 Kilometer Dämme und acht Brücken sowie mehr als 400 Häuser und Dutzende Kilometer von Versorgungsleitungen, darunter elektrischen, zerstört", sagte Gulomow.

    Nach Angaben des Zivilschutzministers des Landes, Mirso Sijejew, wurden aus dem Notstandsgebiet rund 8 000 Menschen evakuiert. 1 500 von ihnen wurden in einem provisorischen Zeltlager und die anderen in Schulen, Krankenhäusern und bei Verwandten untergebracht.

    "Die Regierung des Landes hat für sie 62 Tonnen Lebensmittel bereitgestellt, die von Rettungsbrigaden des Zivilschutzministeriums befördert wurden", sagte Sijejew.

    Wie der Erste Stellvertreter des Außenministers Tadschikistans, Sirodschiddin Aslow, dazu sagte, sei es jetzt eine erstrangige Aufgabe, die betroffene Bevölkerung mit allem Notwendigen zu versorgen.

    "Wenn der Staudamm nicht im Schnellverfahren wiederhergestellt wird, wird das Ufer weiter unterspült und die Rayons Chamadoni und Farchor werden überschwemmt", sagte Aslow.

    Laut dem Ersten Vizeaußenminister werden für die Wiederherstellung des 30 Kilometer langen Abschnitts des Staudammes 30 Millionen US-Dollar benötigt. "Ohne fremde Hilfe werden wir nicht auskommen", sagte er.

    Die Regierung von Tadschikistan hatte am 6. Juli die Weltgemeinschaft um Hilfe bei der Beseitigung der Unglücksfolgen ersucht.

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