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    USA verweigern Stellungnahme zu Russlands Antrag auf die Auslieferung Newslins

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    WASHINGTON, 15. Juli (RIA Nowosti) Das USA-Außenamt hat jede Stellungnahme zu Russlands Antrag auf die Auslieferung des Geschäftsmanns Leonid Newslin, nach dem international gefahndet wird, verweigert. "Auslieferungsanträge kommentieren wir nicht", erklärte Tom Kasey, der stellvertretende offizielle Sprecher des USA-Außenministeriums, am Vortag. Er fügte hinzu, dass zwischen Russland und den USA kein Auslieferungsabkommen bestehe.

    Nach seinen Worten wisse er nicht, ob sich Newslin immer noch in den USA aufhalte.

    Letzten Dienstag hatte Russland von den USA die Auslieferung des Geschäftsmanns Leonid Newslin gefordert, der sich zu dem Zeitpunkt bereits seit einer Woche in den USA aufhielt.

    Am Mittwoch sprach Newslin in einer Sitzung der Kommission für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die unter dem Vorsitz des republikanischen Senators Christopher Smith stattfand. Newslin schlug vor, Russland aus der G8 auszuschließen und es nicht in die Welthandelsorganisation (WTO) aufzunehmen.

    In der Kommissionssitzung bestätigte Smith, dass sich die russischen Behörden mehrmals an das Außenamt und das Justizministerium der USA mit der Bitte gewandt hatten, Newslin auszuliefern.

    "Mit der Erteilung des Visums haben wir ein klares und deutliches Signal geschickt", betonte Smith.

    Die Generalstaatsanwaltschaft Russlands hatte Leonid Newslin im Juli 2004 auf die internationale Fahndungsliste gesetzt. Er wird beschuldigt, mehrere kriminelle Delikte begangen zu haben, und soll in die Untersuchungshaft.

    Im Juli verbreitete die Generalstaatsanwaltschaft weitere Unterlagen zu Newslins Anschuldigung über die Interpol-Kanäle. Wie Wladimir Kolesnikow, stellvertretender Generalstaatsanwalt Russlands, mitteilte, seien die neuen Anschuldigungen mit den Morden bzw. Mordanschlägen auf mehrere Personen verbunden.

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