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    Sonderbeauftragter des UNO-Genersalsekretärs wird in Moskau Situation im Kosovo behandeln

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    MOSKAU, 15. Juli (RIA Nowosti) Russlands Außenminister Sergej Lawrow und der Sondergesandte des UNO-Generalsekretärs für das Kosovo-Monitoring, Kai Eide, werden am Freitag die Situation im autonomen Gebiet von Serbien und Montenegro diskutieren.

    Darüber hinaus wird Eide mit dem russischen Vizeaußenminiser Wladimir Tschischow verhandeln.

    Wie Tschischow mitteilte, werden Fragen im Mittelpunkt der Gespräche in Moskau stehen, die mit der jetzigen Tätigkeit Kai Eydes als Sondergesandter des UNO-Generalsekretärs für die Vorbereitung einer umfassenden Kosovo-Übersicht zusammenhängen.

    Auf der Grundlage dieses Berichts wird ein Beschluss über die Aufnahme einer Diskussion der Kosovo-Standards gefasst. "Jetzt hat der Prozess der umfassenden Übersicht der Realisierung der Kosovo-Standards begonnen", sagte Tschischow. "Schwer zu sagen, wie lange er dauern wird, die russische Seite ist aber gegen eine übermäßige Hast und gegen eine Antreibung dieses Prozesses. Sobald die Übersicht fertig ist, wird diese Frage in der Kontaktgruppe für Kosovo und im UN-Sicherheitsrat auf die Tagesordnung gesetzt. Dann wird auch entschieden, ob der Verhandlungsprozess über den Status vom Kosovo aufgenommen werden soll oder nicht."

    Was die Kosovo-Standards anbelangt, so sei nach Ansicht Tschischows "nach dem heutigen Stand kein einziger in vollem Umfang realisiert worden". Es handelt sich dabei um eine von der internationalen Völkergemeinschaft gebilligte Liste der international anerkannten Lebensnormen, zu denen acht Grundstandards gehören.

    "Besonders beunruhigend sind die Lage der nichtalbanischen Bevölkerung in der Region und das Problem einer Rückkehr von Flüchtlingen", sagte der Vizeaußenminister. "Natürlich verbessert sich die Situation in diesem oder anderem Bereich, diese Normalisierung umfasst aber die meisten Kosovo-Albaner, aber auch nicht einmal die in vollem Umfang. Deshalb ist Russland der Auffassung, dass die Aufmerksamkeit auf eine Implementierung der Kosovo-Standards konzentriert werden muss. Hier gibt es noch eine Menge zu tun."

    Der Chef der zivilen UNO-Mission im Kosovo, Soren Jessen-Petersen, besuchte Moskau am 7. Juli. Im Mittelpunkt seiner Gespräche mit der Führung des Außenministeriums Russlands standen ebenfalls Probleme einer Normalisierung der Lage im Kosovo.