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    Kosmonaut Leonow: Bei Sojus-Apollo ging es nicht um Politik

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    WASHINGTON, 15. Juli (RIA Nowosti). Die Teilnehmer des ersten sowjetisch-amerikanischen Raumfluges mit Sojus-Apollo dachten keineswegs an Politik, sondern waren bestrebt, einander bei der Meisterung der Weltraumtechnik behilflich zu sein, erinnert sich einer, der bei dem Flug dabei war - der russische Kosmonaut Alexej Leonow.

    "Wir funktionierten hervorragend, und eine der Voraussetzung dafür, dass die Arbeit so glänzend gelang, bestand darin, dass wir an keinerlei Politik dachten. Die Hauptsache für uns bestand darin, ein System gegenseitigen Beistands für den Fall zu schaffen, dass irgendjemand in Not gerät", sagte Leonow zu Journalisten.

    Heute begehen die USA und Russland den 30. Jahrestag des ersten sowjetisch-amerikanischen Weltraumflugs mit Sojus-Apollo, der die Zusammenarbeit beider Mächte in einer Zeit der Konfrontation begründete.

    Im Juli 1975 fand im All die Kopplung der Raumschiffe statt, und es begann der gemeinsame Flug der sowjetischen Kosmonauten Walerij Kubasow und Alexej Leonow mit ihren amerikanischen Kollegen, den Astronauten Thomas Stafford, Vance Brand und Deke Slayton.

    "Früher war jeder Raumflug, zu dem wir antraten, ob nun die Mission Gemini, Apollon oder Sojus, etwas Neues, was vor uns noch nicht da gewesen war. Heute wiederholen sich die Flüge der Shuttles und der Sojus immer wieder, und die Leute denken, es seien fast gewöhnliche Fluglinien", sagte der amerikanische Astronaut, Thomas Stafford.

    "Ich weiß nicht, ob wir noch einmal ein ähnliches Gefühl der Begeisterung verspüren werden. Doch als Teilnehmer vieler Forschungen meine ich, die Zukunft der Erschließung des Weltraums liegt bei Flügen zum Mond und auf den Mars", führte Stafford aus.

    Ein anderer Teilnehmer des Fluges Sojus-Apollo, Vance Brand, meint seinerseits, dass der Beruf des Wegbereiters im Kosmos zwar seine frühere Aureole eingebüßt hat, doch das All berge ungeachtet dessen noch allzu viele Geheimnisse.

    "Der Mars ist etwas Einzigartiges, etwas Merkwürdiges, ein Ort, der anzieht und wohin man einfach fliegen muss. Einst galt es als unmöglich, den Fuß auf den Boden des Mondes zu setzen, doch der Mensch schaffte es. Genau so mag es mit dem Mars sein. Und wenn wir den Mars erst erreicht haben, dann wird das überwältigend sein", schwärmt Vance Brand.

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