05:29 20 Oktober 2017
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    Auslieferung Sakajews nur bei stichhaltigem Nachweis seiner Schuld als Terrorist möglich

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    MOSKAU, 15. Juli (RIA Nowosti). Die britische Seite wird Achmed Sakajew erst ausliefern, wenn die Generalstaatsanwaltschaft Russlands Beweise für seine Teilnahme an Terrorakten erbringt. Das erklärte der Botschafter Großbritanniens in Russland, Tony Brenton. Der Diplomat bemerkte zugleich, dass Sakajew, dem der Status eines politischen Flüchtlings gewährt wurde, durch das britische Recht in dem Maße, wie jeder andere Mensch in Großbritannien geschützt ist.

    Die russische Seite hatte in London bereits sieben Anträge auf die Auslieferung des tschetschenischen Emissärs Sakajew eingereicht.

    Wie der Generalstaatsanwalt Russlands, Wladimir Ustinow, im Januar im Föderationsrat (Oberhaus des russischen Parlaments) erklärte, erachte er die von dem russischen Untersuchungsteam gelieferten Beweise für die Überstellung des Emissärs der tschetschenischen Separatisten Achmed Sakajew als ausreichend.

    "Was für erschöpfende Beweise hätten wir noch erbringen können, die die Schuld oder die Schuldlosigkeit bestätigen würden?", fragte sich Ustinow.

    Er erinnerte daran, dass das Magistratsgericht in London die gelieferten Beweise für unzureichend befunden habe. "Was könnte dann als ausreichend gelten? Dass das Gericht etwa selbst bei der Verübung eines Aktes von Vandalismus anwesend ist?", fuhr Ustinow fort.

    Der Generalstaatsanwalt erinnerte ferner daran, dass dem Londoner Gericht ein Mann vorgestellt wurde, dem Sakajew laut der Version des russischen Untersuchungsteams die Finger abgeschossen hatte. Auch seien mehrere Gutachten vorgelegt worden, sagte Ustinow.

    "Ich weiß nicht mehr richtig, was für Beweise noch erforderlich sind", sagte Ustinow.

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