12:37 20 Oktober 2017
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    Russland hält Erweiterung des UN-Sicherheitsrats für möglich

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    MOSKAU, 15. Juli (RIA Nowosti). Russland akzeptiert jede beliebige Formel der Erweiterung des UN-Sicherheitsrats, die bei einer denkbar breiten Mehrheit der UN-Mitgliedstaaten Unterstützung findet, erklärte der russische UN-Botschafter Andrej Denissow in einem Interview für die Zeitung Wremja nowostej. Am vergangenen Montag wurde in der UN-Vollversammlung ein Resolutionsentwurf eingebracht, der am 6. Juli von Brasilien, Deutschland, Japan und Indien dem UN-Sekretariat vorgelegt worden war. Darin wird vorgeschlagen, den Weltsicherheitsrat um sechs neue ständige und vier nicht-ständige, insgesamt also auf 25 Mitglieder zu erweitern.

    Andere Entwürfe, ausgearbeitet von der Afrikanischen Union einerseits und der einflussreichen Gruppe "Einigkeit um Konsens willen" andererseits wurden der Vollversammlung bis jetzt nicht zur Diskussion gestellt, sie wurden lediglich zur Kenntnisnahme unterbreitet.

    Wenn der Vorschlag, die Zahl der ständigen Mitglieder zu erweitern, eine kräftige Unterstützung fände, würde Russland für die Aufnahme Indiens, Deutschlands, Japans und Brasiliens sowie zweier afrikanischer Staaten als ständige Mitglieder stimmen, sagte Denissow. Beide Kandidaten aus Afrika müssen dabei von afrikanischen Staaten delegiert werden. Für einen aussichtsreichen Kandidaten hält Russland Ägypten, das sowohl in Afrika als auch in der arabischen Welt großen Einfluss genieße, sagte Denissow.

    "Was die Haltung Washingtons angeht, so schlagen die Amerikaner vor, die Arbeit des UN-Sekretariats transparenter, flexibler und rechenschaftspflichtiger sowie weniger kostspielig zu machen", teilte der Diplomat mit.

    "Die USA stimmen zwar einer Erweiterung der Zahl der ständigen und der nicht-ständigen Mitglieder um jeweils zwei bis drei Staaten zu, sie unterstützen aber nur die Kandidatur Japans. Unsere gemeinsame Sorge ist es, nicht zu zulassen, dass der Sicherheitsrat zu einem Diskussionsklub wird. In beiden Fällen teilen wir die Logik unserer amerikanischen Kollegen", fügte er hinzu.

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