02:01 24 Januar 2017
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    Europäisches Komitee besorgt über Brutalität in georgischen Gefängnissen

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    MOSKAU, 15. Juli (RIA Nowosti). Die Haftbedingungen in georgischen Gefängnissen können einer Folter gleichgesetzt werden. Zu diesem Schluss gelangt das Europäische Komitee zur Verhütung der Folter in seinem Bericht, der am Freitag in Luxemburg veröffentlicht wurde.

    "In einigen georgischen Gefängnissen, so unter anderem in Tiflis und Rustawi, herrscht eine katastrophale Situation. Die dortigen Haftbedingungen bedrohen das Menschenleben", so der Bericht.

    Das Komitee äußerte sich besorgt um die "furchtbaren materiellen Bedingungen, die Überfüllung der Zellen, den akuten Mangel an Personal, nicht angemessene Anwendung von Gewalt und Misshandlung der Häftlinge durch die Polizisten, was als Folter eingestuft werden kann".

    Das Europäische Komitee zur Verhütung der Folter stellt fest, dass die Reform des georgischen Strafvollzugssystems stockt, und dass die Empfehlungen des Komitees von 2002 nicht erfüllt wurden.

    "Seit November 2003 nahm die Zahl der Häftlinge drastisch zu, was die ohnehin furchtbare Situation, und insbesondere in Tiflis verschlimmerte", hieß es.

    Eine Delegation des Komitees besuchte die "Sonderabteilung" im zentralen Krankenhaus für Häftlinge in Tiflis und war "erstaunt über die luxuriöse Ausstattung der Zellen für reiche Häftlinge. In den Zellen gibt es nämlich Badezimmer, Küchen, Klimaanlagen und sogar Satellitenfernsehen", hieß es weiter.

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