05:24 20 Oktober 2017
SNA Radio
    Politik

    Transplantologen kämpfen gegen Annullierung des Freispruchs

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0
    MOSKAU, 15. Juli (RIA Nowosti). Die Ärzte, die in den Fall "gesetzwidrige Organtransplantation" in einem Moskauer städtischen Krankenhaus einbezogen waren, haben beim Vorsitzenden des Obersten Gerichts der Russischen Föderation, Wjatscheslaw Lebedew, eine Beschwerde eingereicht. Sie erheben Einwände dagegen, dass das Präsidium des Obersten Gerichts den früher gefällten Freispruch aufgehoben hat. Das erklärte Juri Kostanow, der Anwalt eines der Ärzte.

    Der Freispruch wurde am 1. März vom Moskauer Stadtgericht gefällt. Damals wurden die Ärzte, die einer ungesetzlichen Organtransplantation beschuldigt worden waren, völlig freigesprochen.

    "Die Schuld der Angeklagten hat im Zuge der Gerichtsuntersuchung keine Bestätigung gefunden", hieß es im Wortlaut des Urteils.

    Die Staatsanwaltschaft beschuldigte Ärzte und Mitarbeiter des Zentrums für Transplantologie, die Tötung des Bürgers Orechow, der am 11. April 2003 im Krankenhaus mit der Diagnose "geschlossenes Schädel- und Hirntrauma" eingeliefert wurde, vorbereitet zu haben.

    Im Laufe der Gerichtsverhandlung forderte der Staatsanwalt, die stellvertretende Leiterin der Abteilung Intensivtherapie des 20. Moskauer Krankenhauses Irina Lirzman zu achteinhalb Jahren Freiheitsentzug, die Ärztin derselben Abteilung Ljubow Prawdenko zu acht Jahren und zwei Transplantologen des Moskauer Koordinationszentrums für Transplantatspende - Pjotr Pjatnitschuk und Bairma Schakdurowa - zu je neun Jahren Freiheitsentzug zu verurteilen.

    Doch das Gericht befand, dass "die Ärzte mit der Vorbereitung zur Operation zwecks Transplantatentnahme nach der Feststellung des Todes des Patienten begannen".

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren