13:37 23 Januar 2017
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    China setzt auf Diversifizierung seiner militärtechnischen Kooperation

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    PEKING, 15. Juli (RIA Nowosti). China möchte sich nicht lediglich auf den Waffenimport aus Russland stützen und sei daran interessiert, seine militärtechnische Kooperation mit anderen Ländern zu entwickeln.

    Diese Meinung äußerte Generalmajor Zhu Chenghu von der Führung der Universität für Nationale Verteidigung der Volksbefreiungsarmee der VRCh in seinem RIA-Nowosti-Interview.

    "Wir würden es vorziehen, mehrere (militärtechnische) Systeme zu vereinigen, um ein einzigartiges Militärsystem mit chinesischen Eigenschaften zu schaffen", betonte der General.

    Aus Zhu Chenghus Sicht, sei für die VRCh die Zusammenarbeit mit den USA und der Europäischen Union von größtem Interesse. Diese weigern sich aber aus politischen Gründen einstweilen noch, Waffen an China zu liefern.

    "Wir stehen an einem Kreuzweg und wissen nicht, welchem Modell wir folgen sollten. Es ist klar, dass Amerika versucht, das Militärpotential der VRCh zu hemmen, darum werden wir in den nächsten Jahren wohl kaum Zugang zu amerikanischen Waffen erhalten", betonte er.

    "Wenn aber das Verbot für den Waffenexport aus den EU-Ländern aufgehoben wird, so glaube ich, dass wir Zeugen einer starken Erweiterung der Zusammenarbeit Chinas und Europas im Militärbereich sein werden", sagte Zhu Chenghu.

    In seinem RIA-Nowosti-Interview betonte der General, dass die Perspektiven der russisch-chinesischen militärischen Zusammenarbeit in vieler Hinsicht davon abhängen würden, wie schnell russische Militärtechnologien modernisiert werden.

    "Die Perspektiven unserer Zusammenarbeit hängen davon ab, zu welchem Grad uns Russland moderne Technik anbieten kann", erklärte er.

    Seiner Meinung nach werde Russland nach der Aufhebung des Verbots für den Waffenexport aus der EU nach China den chinesischen Markt zwar nicht ganz verlieren, aber gezwungen sein, ihn mit Europäern zu teilen.

    "Es geht von allem um die Bereiche, in denen die eigenen chinesischen Entwicklungen und die russischen Angebote nicht modern genug sind, zum Beispiel auf dem Gebiet der Sicherstellung der Arbeit der Stäbe für operative Planung", erklärte Zhu Chenghu.

    China ist neben Indien der größte Käufer russischer Militärtechnik.

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