00:20 25 Januar 2017
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    Putin zu Beratungen mit Sicherheitskräften in Dagestan

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    MOSKAU, 15. Juli (RIA Nowosti). Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich im Rahmen seiner Reise über Südrussland am Freitag in Dagestan (Nachbarrepublik von Tschetschenien im Nordkaukasus) mit Außenminister Sergej Lawrow, FSB-Direktor Nikolai Patruschew, Wirtschaftsminister German Gref, Generalstabschef Juri Balujewski und Grenzschutzchef Viktor Pronitschew beraten, teilte sein Pressesprecher Alexej Gromow der RIA Nowosti mit.

    Im Mittelpunkt der Unterredungen standen Aspekte der Stationierung von Gebirgsschützen-Brigaden in Dagestan und in Karatschaisch-Tscherkessien sowie das Zusammenwirken der Sicherheitsbehörden in Südrussland.

    Nach dem Plan des Verteidigungsministeriums sollen in diesem Jahr zwei Gebirgsschützen-Brigaden gebildet und in Botlich (Dagestan) und in Selentschukskaja (Karatschaisch-Tscherkessien) stationiert werden. Die Einheiten, die allein aus Berufssoldaten bestehen werden, haben das Ziel, den Grenzern bei der Bewachung der Grenze zu Georgien zu helfen.

    Im Westen grenzt Dagestan an Tschetschenien, in dortigen Bergen verstecken sich bewaffnete Terroristen.

    Putin will nach eigener Aussage auch mit der Leitung Karatschaisch-Tscherkessiens die Details der Stationierung der zweiten Gebirgsschützen-Brigade in dieser Republik erörtern.

    In Dagestan besichtigte Putin eine Sonderzentrale des Inlandsgeheimdiestes FSB, die unweit der republikanischen Hauptstadt Machatschkala ihre Tätigkeit aufnahm. Ihm zufolge ist es wichtig, dass sich die Zentrale unmittelbar in Dagestan befindet.

    Putin traf sich zudem mit dem Vorsitzenden des Staatsrats von Dagestan, Magomedali Magomedow, und mit dem Leiter des Bezirks Botlich.

    Die Lage in Dagestan hat sich in letzter Zeit zugespitzt, es werden immer mehr Anschläge und Überfälle auf Polizisten verübt. Bei dem jüngsten Großanschlag in Machatschkala kamen am 7. Juli 2005 zehn Armeeangehörige ums Leben.

    Das Innenministerium stufte die Situation in Dagestan als gefährlich ein und kündigte an, die Versorgung der Polizisten in der Kaukasus-Republik zu erhöhen und ihnen einen besseren sozialen Schutz zu bieten.

    Die Experten führen die Geschehnisse in Dagestan auf die schlechte Wirtschaftssituation in dieser Region zurück. Während der Durchschnittslohn in Russland bei 6600 Rubel (ca. 230 US-Dollar) liegt, so beträgt er in Dagestan nur noch 2900 Rubel (ca. 100 US-Dollar).