12:44 20 Oktober 2017
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    Chinas Außenamt: Entscheidung über USA-Stützpunkte in Zentralasien erfordert Konsultationen mit den USA

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    PEKING, 15. Juli (RIA Nowosti). Eine Entscheidung über die weitere Stationierung der US-amerikanischen Stützpunkte auf dem Territorium Zentralasiens erfordert weitere Konsultationen mit den USA. Das betonte der amtliche Sprecher des Außenministeriums der VR China, Liu Jianchao, in einem Interview für die RIA Nowosti.

    "Das Schicksal der amerikanischen Stützpunkte in Zentralasien kann unmöglich momentan entschieden werden und macht zusätzliche Konsultationen mit Washington erforderlich", betonte der chinesische Diplomat.

    "Die Mitgliedsländer der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit haben bereits im Juli (in einer Sitzung in der kasachischen Hauptstadt Astana) eine Erklärung angenommen, in der die USA gebeten wurden, den Endtermin für den Aufenthalt der amerikanischen Stützpunkte auf den Territorien der ehemaligen Unionsrepubliken in Zentralasien festzulegen", erinnerte Liu Jianchao.

    Ihm zufolge wurde der Vorschlag, einen diesbezüglichen Punkt in den Gesamttext der Schlusserklärung aufzunehmen, "von einigen Ländern unterbreitet, auf deren Territorien sich gegenwärtig amerikanische Stützpunkte befinden".

    "Dieser Punkt wurden von den Ländern vorgeschlagen, die seinerzeit den USA ihre Infrastruktur für die Zeit der Anti-Terror-Operation in Afghanistan gewährt hatten, und China zeigte Verständnis in dieser Frage", betonte Liu Jianchao.

    "Diesen Ländern scheint, dass seit dem Kriegsende in Afghanistan eine gewisse Zeit vergangen ist und sich die Situation dort verändert hat", sagte der Sprecher. "Vielleicht ist es an der Zeit, das Überlassen dieser Infrastruktur abzuschließen", betonte der Außenamtssprecher.

    Wie Liu Jinchao weiterhin bemerkte, haben die Amerikaner seinerzeit erklärt, sie würden ihre Militärstützpunkte nur zeitweilig in den Ländern Zentralasiens stationieren.

    Der SOZ gehören neben Russland und China auch vier ehemalige Unionsrepubliken in Zentralasien - Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan - an.

    Die Militärkontingente der USA sind in Usbekistan und Kirgisien entsprechend in den Luftwaffenstützpunkten Chanabad und Manas stationiert. Von dort aus können USA-Flugzeuge den Luftraum nicht nur über Afghanistan, sondern auch über einer weiteren Krisenregion - der indisch-pakistanischen Grenze - überwachen. In ihrer Reichweite liegen auch die gesamte Zentralasiatische Region, die westlichen Rayons Chinas und Südsibirien.

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