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    Präsident Kirgisiens will Termin für Abzug amerikanischer Stützpunkte klären

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    MOSKAU, 18. Juli (RIA Nowosti). Der designierte kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew hat bestätigt, sein Land wolle die Frage nach einem Termin für den Abzug der amerikanischen Stützpunkte vom Territorium seines Landes stellen. Die Amtseinführung des neuen Präsidenten Kirgisiens ist für den 14. August vorgesehen.

    "Die Situation (in Afghanistan) hat sich verändert: Dort wurde ein Präsident gewählt und es fanden Parlamentswahlen statt", sagte Bakijew in einem im Fernsehsender "Rossija" ausgestrahlten Interview. "Warum sollte dann nicht nach dem Abzug der Stützpunkte gefragt werden?"

    Er verwies darauf, dass im Regierungsabkommen über die Stationierung der USA-Stützpunkte kein Zeitrahmen für die Stationierung vorgesehen war.

    "2001 äußerte die USA-Führung die Bitte, einen Militärstützpunkt auf dem Territorium Kirgisiens (im internationalen Flughafen Manas der kirgisischen Hauptstadt Bischkek) zum Kampf gegen den internationalen Terrorismus zu stationieren", führte Bakijew weiter aus. "Wir unterstützten diesen Vorschlag, weil wir nicht wussten, wie lange der Krieg in Afghanistan dauern wird. Im Abkommen war kein Zeitrahmen für die Stationierung vorgesehen. Da aber Präsident Putin diese Frage angeschnitten hat, sage ich, dass heute die Situation anders ist."

    Beim jüngsten Gipfel der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (Russland, China, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan) in der kasachischen Hauptstadt Astana war eine gemeinsame Erklärung der Staatschefs der Mitgliedsländer angenommen worden, in dem auf die Notwendigkeit hingewiesen wurde, die Frage der weiteren Präsenz der amerikanischen Stützpunkte auf dem Territorium Zentralasiens - in Kirgisien, Usbekistan und Tadschikistan - zu behandeln.

    Darauf angesprochen, ob die Vereinigten Staaten dies nicht übel nehmen würden, sagte Bakijew: "Ich denke nicht, dass sie das übel nehmen würden. Die Situation in Afghanistan ist nämlich in der Tat anders. Dort wurden der Präsident gewählt und die Parlamentswahlen abgehalten. Und wenn sich die Situation verändert hat, warum sollte diese Frage nicht behandelt werden?"

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