16:05 19 Januar 2017
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    Russlands Außenministerium: Verschleppung des Prozesses bezüglich der russischen Seeleute in Nigeria beeinträchtigt die bilateralen Beziehungen

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    MOSKAU, 18. Juli (RIA Nowosti). Die Verschleppung des Gerichtsprozesses bezüglich der dreizehn russischen Seeleute in Nigeria sei nicht dazu angetan, in den bilateralen Beziehungen eine günstige Atmosphäre zu schaffen.

    Das ist der Inhalt eines Schreibens, das der Außenminister der Russischen Föderation Sergej Lawrow an seinen nigerianischen Amtskollegen gerichtet hat, verlautete aus dem russischen Außenministerium.

    "Das Problem der zweijährigen Haft russischer Bürger unter den schweren Gefängnisbedingungen und der gegen sie erhobenen Beschuldigung, Erdöl geschmuggelt zu haben, obwohl ihre Mittäterschaft nicht festgestellt worden ist, erhält eine immer negativere politische Resonanz und trägt nicht dazu bei, eine günstige Atmosphäre für die russisch-nigerianische Zusammenarbeit zu schaffen", heißt es in dem Schreiben.

    Darin bezeichnete Lawrow die Situation um die russischen Seeleute als dramatisch.

    "Die seit beinahe zwei Jahren in Nigeria währende Gerichtsverhandlung in Sachen der russischen Mitglieder der Besatzung des griechischen Tankschiffes ‚African Pride' wurde am 14. Juli wieder einmal vertagt. Dieses Mal auf den 21. Oktober. Das Fehlen von Fortschritten in dem verschleppten ‚Fall' hat Moskau bewogen, sich noch einmal direkt an Nigerias Behörden zu wenden", wurde im Außenministerium der Russischen Föderation hervorgehoben.

    "Moskau rechnet damit, dass die nigerianische Seite alle erforderlichen Maßnahmen trifft, um einen objektiven Gerichtsprozess gegen die russischen Bürger baldmöglichst zu beenden", hieß es im russischen Außenministerium.

    Im Oktober 2003 wurde das Schiff "African Pride" mit 11 000 Tonnen Rohöl an Bord in einer Entfernung von 18 Meilen von Lagos durch Grenzsicherungsboote Nigerias festgehalten. Unter dem Vorwand der Prüfung der Papiere nahmen die Grenzer den Kapitän und den ersten Gehilfen mit und schleppten das Schiff dann in den Hafen ab. Die Besatzungsmitglieder, in ihrer Mehrheit Bürger Russlands, wurden des Rohölschmuggels beschuldigt und zuerst auf einen Flottenstützpunkt gebracht und dann in ein Gefängnis mit strengen Bedingungen gesperrt.

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