09:03 18 Januar 2017
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    Türkei könnte russische Kampfhubschrauber kaufen

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    MOSKAU, 18. Juli (RIA Nowosti). Der türkische Premier Recep Erdogan schließt nicht aus, dass russische Produzenten wieder an einer Ausschreibung zum Kauf von Kampfhubschraubern durch die Türkei teilnehmen werden, teilte der russische Präsident Wladimir Putin mit.

    "Ich nahm mit Genugtuung zur Kenntnis, dass der Premierminister eine erneute Beteiligung unserer Produzenten an einer Ausschreibung für möglich hält", sagte Putin nach seinem heutigen Treffen mit Erdogan in Sotschi.

    Die militärtechnische Kooperation zwischen Russland und der Türkei sei jetzt praktisch auf dem Nullpunkt, konstatierte Putin. "Und das, obwohl unsere Ausrüstungen und Kriegstechnik bei türkischen Kunden offenbar Interesse hervorrufen", sagte er.

    Daraufhin bemerkte Erdogan, das türkische Verteidigungsministerium habe ein Schreiben von einer russischen Firma erhalten, in dem diese ihren Wunsch äußert, an einer Ausschreibung für Hubschrauberlieferungen teilzunehmen.

    Die türkische Regierung hatte 1997 einen offenen Wettbewerb ausgeschrieben, nachdem die amerikanische Firma Bell die Lieferung von Kampfhubschraubern des Typs King Kobra verweigert hatte.

    Für die Ausschreibung meldeten sich fünf Lieferanten, unter anderem der russische Hersteller Kamow mit dem Hubschrauber Ka-50-2 Erdogan und wiederum die amerikanische Bell mit King Kobra (da das US-Parlament die Lieferung genehmigte). Beide Firmen galten als Favoriten, das türkische Militär gab zuerst Kamow den Vorrang.

    Zusammen mit der israelischen Israel Aviation Industries konnte Kamow den Hubschrauber Ka-52 Alligator an die Nato-Standards anpassen. Doch die Türkei entschied sich trotzdem für King Kobra und schloss mit Bell einen Liefervertrag ab.

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