11:52 16 Januar 2017
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    Putin: Russland bereit zum Anschluss an die türkischen Gasverteilungsnetze

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    SOTSCHI‚ 18. Juni (RIA Nowosti). Wladimir Putin schließt die Möglichkeit des Baus einer neuen Erdgasleitung und von Erdölleitungen in der Türkei nicht aus.

    "Wir müssen den ‚Blauen Strom' seine projektierte Leistung - bis zu 16 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr - erreichen lassen, und wir schließen die Möglichkeit des Baus einer neuen Erdgasleitung nicht aus. Wir schließen auch die Möglichkeit des Baus von Erdölleitungen nicht aus, und zwar in verschiedenen Richtungen", sagte der russische Präsident nach Abschluss seiner Verhandlungen mit dem Premier der Türkei, Recep Erdogan, in Sotschi.

    Der russische Staatschef erklärte ferner, Russland sei bereit, sich im Laufe der Privatisierung den Gasverteilungsnetzen dieses Landes anzuschließen.

    "Wir werden nicht nur die Erdöl- und Erdgaslieferungen vergrößern, sondern auch die Kooperation entwickeln", sagte Putin.

    "Wir sind bereit, größere unterirdische Gasspeicher auf türkischem Territorium zu bauen, wir sind bereit, uns im Laufe der Privatisierung den Gasverteilungsnetzen anzuschießen, wir sind bereit, die im Bau befindlichen Gaspipelines auf türkischem Territorium zu nutzen und uns am Bau weiterer Pipelines zu beteiligen, um unsere Energieressourcen über türkisches Territorium in dritte Länder, darunter auch nach Südeuropa, zu transportieren", sagte der Präsident Russlands.

    "Wir beabsichtigen, den Energiedialog zwischen unseren Ländern fortzusetzen. Russland wird den Verpflichtungen zur Lieferung von Erdgas in die Türkei, darunter auch unter Nutzung der Kapazitäten der Schwarzmeer-Erdgasleitung, strikt nachkommen", sagte Putin.

    Der türkische Premier bekundete die Bereitschaft, den erforderlichen politischen Willen zu zeigen, wenn dieser für die Zusammenarbeit zwischen Russland und der Türkei in der Gasbranche notwendig sein werde.

    Auf einer Pressekonferenz, die nach Abschluss der Verhandlungen stattfand, bemerkte Erdogan, obwohl die projektierte Leistung des ‚Blauen Stroms' 16 Milliarden Kubikmeter im Jahr betrage, würden jetzt höchstens 4,7 Milliarden Kubikmeter darüber transportiert.

    "Das heißt, hier besteht ein ernstzunehmendes Potential für die Vergrößerung der Lieferungen, und wir haben die Möglichkeit, diese Trasse zu nutzen", sagte Erdogan.

    "Eines der Hauptziele ist es, die bestehenden Gasleitungs-Trassen bis nach Ankara und in südlicher Richtung bis Ceyhan zu verlängern. Unsere zuständigen Organisationen setzen die Arbeit in dieser Richtung fort, und der entsprechende politische Wille, wenn dieser für die Lösung dieser Fragen erforderlich sein wird, wird an den Tag gelegt", sagte der türkische Premier.

    Die Gaspipeline "Blauer Strom" wurde im Rahmen eines russisch-türkischen Regierungsabkommens vom 15. Dezember 1997 gebaut und ist für Direktlieferungen von russischem Erdgas auf dem Grund des Schwarzen Meeres in die Türkei bestimmt. Mit dem Projekt wird der bereits bestehende Gastransportkorridor von Russland über ukrainisches, moldauisches, rumänisches und bulgarisches Territorium bis zur Türkei ergänzt. Der "Blaue Strom" soll im Jahr 2010 seine projektierte Leistung erreichen.

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