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    Aufnahme Russlands als Beobachter in die OIC hat strategische Bedeutung

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    MOSKAU, 18. Juli (RIA Nowosti). Als Ereignis von strategischer Bedeutung bezeichnete der Beauftragte des russischen Außenministeriums für Beziehungen mit der Organisation Islamische Konferenz (OIC), Weniamin Popow, die Verleihung des Beobachterstatus bei der OIC an Russland.

    "Die Entscheidung über die Verleihung des Beobachterstatus an Russland, die am 30. Juni auf der Konferenz in Jemen getroffen wurde, ist ein wichtiges Ereignis, ein Ereignis von strategischer Bedeutung, das den neuen Realitäten in der Weltarena Rechnung trägt und die neue Rolle Russlands in der Welt widerspiegelt", führte Popow am Montag auf einer Pressekonferenz bei der RIA Nowosti aus.

    Er erinnerte daran, dass Russland im August 2003 den Wunsch geäußert hätte, sich in die Tätigkeit der OIC einzubinden. "Damit eröffnete sich der russischen Außenpolitik eine neue islamische Dimension", meinte er. Die Einbindung in eine Organisation, die 57 Staaten vereinigt, sei für Russland von großer Bedeutung.

    "Die islamische Welt und Russland sind gleichberechtigte Partner im Kampf um eine neue Weltordnung. Wir arbeiten bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus zusammen", sagte Popow. "Es geht um eine vielseitige Zusammenarbeit in diversen Bereichen", äußerte er. Unter anderem auch um die Zusammenarbeit der Geheimdienste - mit einigen OIC-Staaten traf Russland bereits entsprechende Vereinbarungen.

    "Wir müssen darüber hinaus bei der Anerziehung von Toleranz in der Gesellschaft, des Respektes vor anderen Konfessionen und Nationalitäten zusammenwirken", äußerte Popow.

    Die Entscheidung über die Aufnahme Russlands als Beobachter in die OIC sei um so wichtiger, als in Russland 20 Millionen Moslems leben, sagte er.

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