Radio
    Politik

    Für 80 Millionen US-Dollar wird im Fernen Osten Lager für Kernreaktorteile von Atom-U-Booten gebaut

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU/TOKIO, 18. Juli (RIA Nowosti). Der Bau eines Lagers für Teile von Kernreaktoren von Atom-U-Booten im Fernen Osten wird mindestens 80 Millionen US-Dollar kosten. Das teilte der Chef des Amtes für Außerbetriebnahme von nuklearen und radioakiv gefährlichen Objekten der Föderalen Agentur für Atomenergie (Rosatom), Viktor Achunow, gegenüber der RIA Nowosti mit.

    Achunow bemerkte, dass jetzt in der fernöstlichen Rasboinik-Bucht von Russland auf eigene Kosten ein Lager für Teile von Reaktoren atomgetriebener U-Boote gebaut wird, die aus der Pazifikflotte ausgemustert wurden.

    "Das Objekt wird bereits aus russischen Mitteln gebaut, sein Wert beläuft sich auf etwa 80 Millionen US-Dollar. Der Umfang der Mittel, die aus dem Staatshaushalt Russlands bereitgestellt werden, gestattet es nicht, das Objekt schnell fertigzubauen, deshalb haben wir der Regierung Japans angeboten, sich an diesem Projekt zu beteiligen", sagte der Rosatom-Mitarbeiter.

    Ihm zufolge "werden Vertreter Japans im Herbst dieses Jahres eine Antwort hinsichtlich ihrer Beteiligung am Bau des Lagers geben".

    Achunow teilte ferner mit, dass bis jetzt 195 Atom-U-Boote außer Dienst gestellt sind. 120 Atom-U-Boote seien bis auf einzelne Blöcke demontiert worden. In Zukunft wird aus jedem dieser Blöcke die Kammer mit dem Reaktor ohne nukleare Brennelemente herausgeschnitten, um dann in einem Speziallager an der Küste deponiert zu werden.

    Wie RIA Nowosti aus Quellen im japanischen Außenministerium erfuhr, wird dieses Land Russland beim Bau eines Lagers für Teile von Kernreaktoren von Atom-U-Booten helfen, die aus der Pazifikflotte ausgemustert wurden. Das Lager wird unweit von Wladiwostok, dem Verwaltungszentrum der Region Primorje an der Westküste des Japanischen Meeres, gebaut.

    Den Quellen zufolge wird in den nächsten Tagen eine offizielle Entscheidung auf Regierungsebene auf der Grundlage der Ergebnisse der Fernostreise des parlamentarischen Sekretärs Katsuyuki Kawai vom 9. bis 11. Juli getroffen.