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    Dagestans Innenminister: Keine Widersprüche in den Beziehungen zu tschetschenischen Kollegen

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    MOSKAU, 18. Juli (RIA Nowosti). Es gibt keine Widersprüche zwischen den Rechtsschutzorganen Dagestans und Tschetscheniens. Das stellte der Innenminister Dagestans (an Tschetschenien grenzende Republik), Adilgerej Magomedtagirow, am Montag telefonisch in einem Interview für die RIA Nowosti.

    Der Minister erwähnte in diesem Zusammenhang Probleme, die "routinemäßig" gelöst wurden.

    Im Januar dieses Jahres wurde im Rayon Chassawjurt Dagestans Sulai Kadyrowa, Tochter des bei einem Terrorakt am 9. Mai 2004 getöteten Präsidenten Tschescheniens, Achmad Kadyrow, auf Grund des fehlenden Personalausweises festgenommen.

    Einigen Medienberichten zufolge sei sie bei der Festnahme am Arm verletzt worden. Dieser Zwischenfall war Anlass für scharfe Äußerungen des Präsidenten Tschetscheniens, Alu Alchanow, der vom Innenministerium Dagestans eine Untersuchung des Falls gefordert hat.

    Laut der dagestanischen Seite seien Angehörige des Sicherheitsdienstes Tschetscheniens gekommen, um Sulai Kadyrowa zu befreien, und hätten mehrere dagestanische Milizionäre verprügelt.

    "Zurzeit gibt es keinerlei unbereinigte Widersprüche zwischen dem Innenministerium Dagestans und den Rechtsschutzorganen der Tschetschenischen Republik", teilte der Minister mit. Ihm zufolge ist dies ein Ergebnis vieler Treffen mit der Leitung des Innenministeriums Tschetscheniens.

    Magomedtagirow bemerkte ferner, dass die Innenministerien Dagestans und Tschetscheniens koordiniert zusammenarbeiten. In letzter Zeit seien mindestens 90 gemeinsame Operationen durchgeführt worden, so der Minister.

    "Es wurden 24 Angehörige von Bandenverbänden festgenommen und sieben Mitglieder illegaler bewaffneter Formationen getötet. Es sind drei eingerichtete Stützpunkte sowie 20 geheime Lager mit großen Mengen von Waffen und Munition entdeckt worden", informierte der Innenminister Dagestans.

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