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    Peking äußert Unzufriedenheit über jüngsten Bericht des Pentagon über militärische Stärke Chinas

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    PEKING, 20. Juli (RIA Nowosti). Peking hat sich unzufrieden zum jüngsten Bericht des Pentagon über die militärische Stärke Chinas geäußert. Der stellvertretende Außenminister Yang Jiechi legte beim Geschäftsträger a.i. der USA in China entscheidenden Protest gegen diese Publikation ein.

    Bei einer Unterredung mit dem US-Diplomaten sagte Yang, der Bericht enthalte eine unbegründete Kritik an der Modernisierung der Verteidigungskräfte Chinas. Auch die Erklärung der Urheber des Berichtes, dass China den Rüstungsausgaben nach das drittgrößte Land in der Welt sei, entbehre jeglicher Grundlage.

    "Erklärungen, dass eine schnelle militärische Modernisierung Chinas die Streitkräfte der USA und anderer Länder der asiatisch-pazifischen Region gefährdet und Taiwan in diesem Zusammenhang seine Verteidigung verstärken müsse, stellen Versuche dar, den Verkauf von Waffen an Taiwan zu rechtfertigen", sagte der chinesische Diplomat.

    Der Bericht widerspiegele nicht die Realitäten, sondern propagiere aktiv die sogenannte "chinesische Gefahr" und sei eine grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas und in dessen Beziehungen zu anderen Ländern.

    Die zunehmenden Rüstungsausgaben verband der Minister mit dem höher gewordenen Lebensstandard der chinesischen Militärs. "China als unabhängiger Staat hat auch das Recht auf die Modernisierung seiner Waffen, was ausschließlich auf den Schutz der Souveränität, der Sicherheit und der Integrität des Landes gerichtet ist", betonte Yang.

    2004 hatte China nach seinen Angaben 25,579 Milliarden Dollar für die Verteidigung ausgegeben, während diese Ausgaben in den USA bei 455,9 Milliarden Dollar lagen. Unter diesen Bedingungen habe die amerikanische Seite kein Recht, die Verteidigungspolitik Chinas zu kritisieren.

    Yang sagte ferner, dass die militärische Kooperation Chinas mit anderen Ländern nicht gegen dritte Staaten gerichtet sei. Der Diplomat rief die USA auf, die Realität zu achten, die begangenen Fehler zu korrigieren, die unbegründete Kritik an China und die Einmischung in seine inneren Angelegenheiten einzustellen.

    "Die amerikanische Seite sollte den in den letzten Jahren in den bilateralen Beziehungen erreichten Fortschritt schätzen und Handlungen unternehmen, um diese Beziehungen zu fördern", sagte der Minister.