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    Suche nach gefährlichen Müllkippen in fernöstlichen Meeren

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    WLADIWOSTOK, 21. Juli (RIA Nowosti). Eine Expedition des russischen Ministeriums für Katastrophenschutz stach am Donnerstag mit dem Forschungsschiff "Professor Chromow" in Wladiwostok in See, um Kippen gefährlicher Schadstoffe in den fernöstlichen Meeren aufzuspüren.

    Die Regionalverwaltung des Katastrophenschutzes verweist darauf, dass das bereits die vierte Expedition dieser Art im Japanischen und im Ochotskischen Meer ist. Die jetzige wird 46 Tage dauern.

    Der Forschungsgruppe gehören Ozeanologen, Hydrologen, Ökologen und andere Spezialisten an, die drei Gebiete vermutlicher Meeresverunreinigungen untersuchen werden.

    "Bei der Untersuchung einzelner Objekte soll das Unterwassergerät "Meereslöwe" und Unterwasserortungsgeräte zum Einsatz kommen. Es sollen Proben des Meereswassers und des Meeresgrundes für weitere Analysen entnommen werden", stellte der Gesprächspartner von RIA Nowosti fest.

    Er fügte hinzu, dass die experimentellen Beobachtungen dazu dienen, den Zustand der Müllkippen zu bewerten, deren potenzielle Risiken festzustellen und Szenarien für die Bekämpfung von Notstandssituationen für den Fall zu entwickeln, dass Schadstoffe in das Meereswasser geraten.

    Bei den vorangegangenen Expeditionen in den Jahren 2003 - 2004 wurden etwa 10 Gebiete im nördlichen Teil des Japanischen Meeres und im zentralen Bereich des Ochotskischen Meeres untersucht. In zwei Gebieten des Japanischen Meeres und in einem des Ochotskischen Meeres wurden im Meereswasser erhöhte Caesium-137-Belastungen festgestellt, die den Normalwert um das 20 - 30fache überstiegen. Proben des Meeresgrundes ergaben Belastungen, die um das 30 - 80fache über den Normalwert lagen.

    Obwohl die Normalwerte erheblich überschritten wurden, bleibt die Schadstoffbelastung unter der zulässigen Höchstmarke, sagte der Gesprächspartner von RIA Nowosti.

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