19:01 20 Januar 2017
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    Mutmaßlicher Bush-Attentäter bei Festnahme verletzt

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    TIFLIS, 21. Juli (RIA Nowosti). Der 27jährige Arbeitslose Wladimir Arutjunjan, der verdächtigt wird, ein Attentat auf die Präsidenten Georgiens und der USA versucht zu haben, befindet sich jetzt im Krankenhaus. In der Nacht zum Donnerstag wurde er operiert. Dabei wurden seine Schusswunden an der Schulter und am Bein behandelt, die Arutjunjan bei seiner Festnahme erhielt. "Der Zustand Arutjunjans ist stabil", teilte Guram Donadse, Chef des Pressezentrums des Innenministeriums Georgiens. "Es besteht keine Lebensgefahr."

    Der Armenier Arutjunjan war am Vorabend bei einer Sonderoperation des Innenministeriums Georgiens in einem Wald in der Nähe eines Wohnblocks festgenommen worden, im dem er mehr als 20 Jahre lang gewohnt hatte.

    Bei der Festnahme leistete Arutjunjan bewaffneten Widerstand und tötete den Chef des Antiterroristischen Zentrums des Innenministeriums Georgiens, Surab Kwliwidse.

    Nach der Veröffentlichung von Fotos des mutmaßlichen Verdächtigen hatte das Innenministerium Georgiens Hinweise über seinen möglichen Aufenthaltsort bekommen. Um das Phantombild des Verdächtigen zusammenzustellen, musste die Polizei das gesamte Foto- und Videomaterial von der Kundgebung am 10. Mai auf dem Platz der Freiheit studieren sowie viele Augenzeugen des Attentatsversuchs befragen.

    Während der Rede von USA-Präsident George Bush auf dem Platz der Freiheit hatte ein Unbekannter eine in rotes Tuch eingewickelte Handgranate armenischer Produktion in Richtung Tribüne geworfen, auf der die Präsidenten der USA und Georgiens mit ihren Gattinnen standen.

    Die Handgranate traf ein zehnjähriges Mädchen am Kopf und fiel zu Boden, ohne zu explodieren. Zu dem Zeitpunkt befanden sich bis zu 150 000 Personen auf dem Platz.

    Der Attentatsversuch wird vom Innenministerium Georgiens, vom FBI und vom USA-Geheimdienst ermittelt, der für die Sicherheit des USA-Präsidenten zuständig ist.

    In Arutjunjans Wohnung wurden Zünder, chemische Stoffe und spezielle Vorrichtungen sichergestellt, die bei der Herstellung von Sprengsätzen verwendet werden.

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