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    Juschtschenko: Ukraine weiß das Verhältnis zu Russland zu schätzen

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    TOKIO, 21. Juli (RIA Nowosti). Die Ukraine weiß das Verhältnis zu Russland hoch zu schätzen und will aus den Verhandlungen über den Aufbau eines einheitlichen Wirtschaftsraumes mit ihrem Nachbarn nicht aussteigen. Dies erklärte der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko, als er im Forschungsinstitut für internationale Probleme vor japanischen Politikern und Unternehmern eine Vorlesung zum Thema "Die neue Ukraine und ihr Platz in der Welt" hielt. Juschtschenko weilt zu einem offiziellen Besuch in Japan.

    "Unser Ziel ist es, (mit Russland) eine Freihandelszone zu etablieren sowie unsere Zollregeln und Transittarife zu vereinheitlichen, führte er aus.

    Unter Juschtschenkos Amtsvorgänger Leonid Kutschma hatte sich die Ukraine mit Russland, Weißrussland und Kasachstan auf den Aufbau eines Einheitlichen Wirtschaftsraumes (kurz: EWR) verständigt. Doch nach dem Amtsantritt des neuen ukrainischen Präsidenten stieg Kiew aus den Verhandlungen de facto aus.

    Jutschtschenkos Team erklärte die europäische Integration und den Beitritt zur Nato zu den höchsten politischen Zielen der Ukraine. "In unseren Gefühlen und Wünschen waren wir immer mitten in Europa. Geographisch liegt die Ukraine übrigens genau im Zentrum Europas", erklärte Juschtschenko.

    Ihm zufolge verhandle Kiew seit April 2005 intensiv über den Beitritt zur Nato.

    "Die Bestrebungen der Ukraine (der Nato beizutreten) finden bei der Weltgemeinschaft Unterstützung. Denn wir haben gemeinsame gesamtpolitische und sonstige Werte, einschließlich der Verteidigung", erläuterte er.

    Zu den "politischen Plänen" seiner Regierung gehöre "die wirtschaftliche, politische und humanitäre Annäherung an die Europäische Union", sagte der ukrainische Präsident.

    Momentan verhandelt Juschtschenko mit dem japanischen Regierungschef Junichiro Koizumi. Im Anschluss daran soll eine japanisch-ukrainische Erklärung signiert werden.

    Am Freitag wird Juschtschenko die "Tage der Ukraine" im Rahmen der Internationalen Messe EXPO 2005 feierlich eröffnen und danach nach Hiroshima fliegen.

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