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    Abkommen mit Kirgisien über Luftstützpunkt in Kant erlangt Rechtskraft

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    MOSKAU, 21. Juli (RIA Nowosti). Der russische Präsident Wladimir Putin hat am heutigen Donnerstag das Gesetz über die Ratifizierung des Abkommens mit Kirgisien über Status und Aufenthaltsbedingungen des russischen Luftstützpunktes im kirgisischen Kant unterschrieben. Davor war das Gesetz am 8. Juli 2005 von der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) ratifiziert und am 13. Juli vom Föderationsrat (Parlamentsoberhaus) gebilligt worden.

    Der russische Fliegerstützpunkt in Kant (30 Kilometer östlich von der kirgisischen Hauptstadt Bischkek) nutzt die Infrastruktur eines ehemaligen sowjetischen Militärflugplatzes und einer Fliegerschule, die 1992 an Kirgisien übergeben wurden. Im September 2003 schloss Russland mit Kirgisien einen Vertrag ab, wonach in Kant eine russische Fliegereinheit als Bestandteil der Kollektiven schnellen Einsatzkräfte der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) untergebracht wurde. Gegenwärtig sind dort rund 500 russische Soldaten und Offiziere, Jagdflugzeuge des Typs Su-27, Schlachtflugzeuge Su-25 und Hubschrauber vom Typ Mi-8 stationiert.

    Russland und Kirgisien sind Mitglieder der regionalen Organisationen OVKS (plus Weißrussland, Armenien, Kasachstan und Tadschikistan) und der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit ( plus China, Kasachstan, Tadschikistan und Usbekistan).

    Der internationale Flughafen Manas bei der kirgisischen Hauptstadt wird seit 2001 vom US-Militär als Stützpunkt für den Anti-Terror-Einsatz in Afghanistan genutzt. Bei dem jüngsten Gipfel der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Astana stellten sich alle Mitgliedstaaten hinter die Forderung des Präsidenten Wladimir Putin, klare Fristen für die Präsenz des US-Militärs in Zentralasien festzusetzen.