19:24 22 Oktober 2017
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    Nordkorea rief zum Abschluss eines Friedensvertrags mit USA auf

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    MOSKAU, 22. Juli (RIA Nowosti). Nordkorea hat zum Abschluss eines Friedensvertrags mit den USA aufgerufen, um die Probleme um das Nuklearprogramm Pjongjangs zu lösen.

    Wenn statt des jetzigen Abkommens über den Waffenstillstand in Korea ein Friedensvertrag geschlossen wird, "würde das den Prozess der bevorstehenden sechsseitigen Verhandlungen über die Regelung des Nuklearproblems beträchtlich voranbringen", heißt es in einer am Freitag veröffentlichen Erklärung des offiziellen Sprechers des Außenministers der KDVR.

    "Wir hoffen, dass die interessierten Länder, darunter die USA, unserer gerechten Forderung gebührende Aufmerksamkeit schenken und eine positive Antwort geben werden", zitiert die nordkoreanische Nachrichtenagentur CTAK den nordkoreanischen Diplomaten.

    Gemäß der nordkoreanischen Tradition werden solche Erklärungen über die CTAK-Kanäle ohne jegliche Namenangabe verbreitet.

    Der Vertreter des Außenamtes verwies darauf, dass der Abschluss eines Friedensvertrags von Pjongjang bereits mehrmals vorgeschlagen worden sei. "Die Tatsache, dass die koreanischen Probleme ein halbes Jahrhundert nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens nicht gelöst sind, ist ausschließlich auf die feindselige Politik der USA zurückzuführen", heißt es in der Erklärung.

    Mit dem Waffenstillstandsabkommen wurde der Korea-Krieg 1950 -1953 beendet. Es wurde vom Kommando der KDVR-Truppen und der Armee der chinesischen Freiwilligen einerseits und von den USA-Streitkräften andererseits unterzeichnet, die unter der UNO-Flagge gekämpft hatten. Südkorea verweigerte damals die Unterzeichnung des Abkommens.

    1992 trat ein Abkommen über Aussöhnung, Nichtangriff, Austausch und Zusammenarbeit zwischen den beiden koreanischen Staaten in Kraft. Zugleich blieben die Beziehungen mit den USA weiter nicht geregelt: Washington weigert sich bis jetzt, selbst die Idee eines Friedensabkommens mit der KDVR zu erörtern, um, so meinen Beobachter, nicht den Vorwand für die Präsenz eines starken Militärkontingents im Süden der Halbinsel zu verlieren.

    Am 26. Juli sollen in Peking sechsseitige Verhandlungen über das Nuklearproblem Nordkoreas beginnen, an denen die beiden koreanischen Staaten sowie die USA, Russland, China und Japan teilnehmen werden.

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