11:04 18 Januar 2017
Radio
    Politik

    "Trud": Illegaler Rauschgiftmarkt in Russland wird auf neun Milliarden Dollar geschätzt

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0
    MOSKAU, 22. Juli (RIA Nowosti). Der Jahresumsatz des illegalen Rauschgiftmarktes in Russland beläuft sich bereits auf mehr als 250 Milliarden Rubel bzw. über neun Milliarden Dollar. Ein Teil dieses Geldes ist für die Bestechung korrumpierte Beamter und für die Finanzierung des Terrorismus bestimmt, schreibt die Tageszeitung "Trud" am Freitag.

    Am Donnerstag billigte Russlands Regierung ohne Einwände den Entwurf eines Föderalen Zielprogramms zur Bekämpfung des Missbrauchs und des illegalen Umsatzes von Rauschgift.

    Die in Russland bisher populärsten Artikel wie Mohnhalm und Marijuana werden von Opium, Heroin und Kokain aktiv verdrängt, behauptet das Blatt. Die Zahl der Patienten mit den vom Drogenkonsum verursachten psychischen und Verhaltensstörungen betrug 2004 laut offiziellen Angaben der Gesundheitsschutzbehörden 493 000. Laut unabhängigen sozialen Studien ist aber die reale Zahl der Drogenabhängigen acht- bis zehnmal so hoch. Die Schätzungszahlen der Föderalen Behörde für die Kontrolle über den Rauschgiftumsatz bestätigen: Die Zahl der Rauschgiftabhängigen liegt bei rund sechs Millionen.

    Das Regierungsprogramm sieht eine Verstärkung der Rolle der Rechtsschutzorgane an der Kampffront gegen die Drogensucht, den Aufbau eines Sicherheitsgürtels um Afghanistan sowie eine Prophylaxe der Drogenabhängigkeit, Anwendung neuer Methoden und Mittel der Behandlung sowie eine medizinische Rehabilitierung vor. Das erklärte Ziel: den Umfang des Drogenkonsums bis 2010 um 16 bis 20 Prozent zu reduzieren. Vorgesehen ist eine Haushaltsfinanzierung des Programms in Höhe von 3,6 Milliarden Rubel. Aus den außeretatmäßigen Quellen sollen weitere 30 Millionen Rubel kommen. Das ist doppelt so viel wie in den Jahren 2002 bis 2004 ausgegeben wurde.

    Im vergangenen Jahr wurden mehr als 150 000 Drogendelikte registriert, zwei Drittel wurden als schwer und besonders schwer eingestuft. Die Drogenpolizei gibt zu, dass sie über ausreichende Rechte und Kräfte verfügt, um gegen die Drogenmafia anzukämpfen. Sie wartet nur darauf, dass das Strafgesetzbuch von den Gesetzgebern mit einem Artikel über die Konfiszierung des Eigentums der Drogenbarone ergänzt wird. Ohnedies sei es nicht möglich, die Wirtschaftsbasis des Rauschgifthandels zu untergraben.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren