08:53 20 Januar 2017
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    Sterbliche Überreste des letzten Marineministers der russischen Monarchie kehren in die Heimat zurück

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    MOSKAU, 22. Juli (RIA Nowosti). Im russischen Schwarzmeerhafen Noworossisk laufen die Vorbereitungen für den Empfang und das Geleit für die sterblichen Überreste des letzten Marineministers Russlands unter dem Zaren, des Admirals Iwan Grigorowitsch. Er war im Jahr 1930 in Frankreich in der Fremde verstorben und auf dem Friedhof der Stadt Menton beigesetzt worden.

    Die Pressestelle der Schwarzmeerflotte gab telefonisch bekannt, dass die Ankunft des Kreuzers "Moskwa" mit den sterblichen Überresten des Marineministers am 24. Juli erwartet wird.

    Der Empfangszeremonie des Kreuzers in heimatlichen Gefilden werden die Befehlshaber der Schwarzmeer- und der Baltischen Flotte Russlands, Vizeadmiral Alexander Tatarinow und Admiral Wladimir Walujew, die Leitung der Stadtverwaltung Noworossisk, Militärangehörige des Marinestützpunktes der Schwarzmeerflotte in Noworossisk und kirchliche Würdenträger beiwohnen.

    Der Sarg mit den Überresten des letzten Marineministers der russischen Monarchie, mit der militärischen Standarte des Admirals geschmückt, wird auf einer Artillerielafette aufgebahrt. Von Bord der Moskwa aus wird es einen Artilleriesalut aus 19 Geschützen geben.

    An der Anlegestelle werden kirchliche Würdenträger einen Gottesdienst abhalten. Nach seiner Beendigung findet ein Meeting statt.

    Die Überreste von Admiral Iwan Grigorowitsch werden anschließend zum Flughafen Anapa überstellt, wo sie Marinesoldaten der Baltischen Flotte zur Umbettung in die Familiengruft der Grigorowitschs in Sankt Petersburg übergeben werden, so wie es der verstorbene Admiral in seinem Testament festgelegt hatte.

    Iwan Grigorowitsch war einer der heldenhaften Verteidiger von Port Arthur im verloren gegangenen russisch-japanischen Krieg 1904 - 1905, Militärdiplomat und einer der fähigsten unter den achtzehn Marineführern im Flottenressort Russlands. "Das war ein Minister, der weder mit dem Staat noch dem Landesherrn haderte, unter dem die Flotte einen Aufschwung nahm, das Schiffbauprogramm realisiert wurde, Gelder dafür im vollen Umfang bereitstanden und Diebstahl auf der Stelle geahndet wurde", sagt der Vorsitzende des Marinekollegiums von Sankt Petersburg, Nikolai Orlow.

    Die neuen Machthaber in Russland gestatteten dem früheren, inzwischen schon schwer erkrankten zaristischen Marineminister im Jahre 1924 die Ausreise nach Frankreich. Dort lebte er vom Verkauf seiner Bilder: Meereslandschaften. Er malte sie an der Küste von Menton. Unterdessen vergaß ihn die Heimat unverdientermaßen, denn alle Schlachtschiffe, fast die Hälfte der Kreuzer und jeder dritte Zerstörer, mit denen die sowjetische Kriegsmarine im Jahre 1941 in den Krieg gegen das faschistische Deutschland eintrat, waren dem Schiffbauprogramm zu verdanken, dessen Urheberschaft Iwan Grigorowitsch war.

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