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    Moskau hofft auf baldige Entlassung der russischen Seeleute aus nigerianischem Gefängnis

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    MOSKAU, 22. Juli (RIA Nowosti). Das Außenministerium Russlands ist zuversichtlich, dass die in Nigeria inhaftierten russischen Seeleute noch in diesem Jahr in ihr Heimatland zurückkehren werden.

    Wie beim Informations- und Presseamt des Außenministeriums Russlands verlautete, wurde die Situation um die russischen Seeleute am Freitag bei einem Treffen mit einer Gruppe nigerianischer Diplomaten im Außenministerium Russlands erörtert.

    "Zum Abschluss wurde das beiderseitige Interesse bekräftigt, endlich das Blatt zu wenden, das die Beziehungen zwischen beiden Ländern getrübt hat. Es wurde die Zuversicht zum Ausdruck gebracht, dass die russischen Seeleute noch bis Ende dieses Jahres in ihr Heimatland zurückkehren können", heißt es in einer Mitteilung des russischen Außenministeriums.

    "Die Nigerianer äußerten ihr Bedauern darüber, dass die Gerichtsverhandlung gegen die zwölf russischen Seeleute, die unter Anklage wegen Rohölschmuggel in diesem Land festgenommen worden waren, wiederholt verschoben wurde - diesmal auf den 21. Oktober 2005", so die Mitteilung.

    Die nigerianischen Diplomaten verwiesen zugleich auf die Unabhängigkeit des nigerianischen Gerichtssystems, in dessen ausschließliche Kompetenz die definitive Urteilsfällung liege.

    Im russischen Außenministerium wurde daran erinnert, dass in dem Schreiben von Außenminister Sergej Lawrow vom 15. Juli 2005 an seinen nigerianischen Amtskollegen die Bitte enthalten war, den Prozess zu beschleunigen.

    "In Moskau wird keineswegs eine Einmischung in das Gerichtsverfahren versucht, trotz alledem aber die Meinung vertreten, dass der Prozess nur wegen einer nicht konstruktiven Position der Anklage verzögert wird, die sich nur mit einer haltlosen Beweisbasis erklärt", wird unterstrichen.

    "Dies kann nicht umhin, sich auf die Atmosphäre der bilateralen Beziehungen negativ auswirken, die früher immer ein Vorbild des allseitigen freundschaftlichen Zusammenwirkens waren", heißt es.

    Das Treffen fand auf Initiative der nigerianischen Botschaft in Moskau statt.

    Im Herbst 2003 wurde in Nigeria das Öltankschiff "African Pride" (Heimathaften Panama) aufgebracht, dessen Besatzung wegen Schmuggel von 11 300 Tonnen Rohöl angeklagt wird. Der Schiffskapitän (griechischer Herkunft) verließ Nigeria. Unter den Seeleuten, denen Ölschmuggel angelastet wird, befinden sich zwölf russische Bürger.

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