13:51 16 Januar 2017
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    Stellvertretender Außenminister Russlands: Von vierter Verhandlungsrunde zum nordkoreanischen Atom-Dossier werden konkrete Ergebnisse erwartet

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    PEKING, 25. Juli (RIA Nowosti). Alle Teilnehmer an den sechsseitigen Verhandlungen zur atomaren Problematik auf der koreanischen Halbinsel erwarten von der vierten Runde konkrete Ergebnisse, erklärte der Leiter der russischen Delegation und stellvertretende Außenminister Russlands, Alexander Alexejew.

    "Alle Seiten, darunter auch Russland, sind mit der Erwartung nach Peking gekommen, dass es konkrete Ergebnisse gibt", sagte Alexejew auf dem Pekinger Flughafen auf eine Frage von RIA Nowosti.

    Er führte aus, dass die Zeit, die seit der dritten Runde verstrichen ist, "nicht sinnlos vertan wurde".

    Die Seiten führten intensive Konsultationen, welche, wie Alexejew bemerkte, den Weg für die vierte Runde ebneten.

    Der stellvertretende Minister unterstrich, dass Russland, wie schon bislang, am vorgelegten Paket für die Lösung der atomaren Probleme festhalte. Es beruhe seinen Ausführungen nach auf "dem gesunden Menschenverstand".

    Russland hat wiederholt seine prinzipielle Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, sich an Kompensationen für die KDVR zu beteiligen, stellte Alexejew fest.

    Am Tisch der im August 2003 aufgenommenen sechsseitigen Verhandlungen sitzen hochrangige Diplomaten aus Russland, der KDVR, Südkorea, den USA, China und Japan.

    Die bisherigen drei Verhandlungsrunden verfolgten das Ziel, die KDVR von der Notwendigkeit eines Verzichts auf sein Atomprogramm zu überzeugen.

    Die vierte Runde, die gemäß Planungen ursprünglich Ende September 2004 stattfinden sollte, fiel wegen der nordkoreanischen Weigerung aus, an ihr teilzunehmen. Pjöngjang hatte sich darauf berufen, dass ein Dialog unter den Bedingungen von "Feindseligkeiten" der USA nicht möglich sei. Gleichzeitig verlangte die KDVR die Aufklärung aller Umstände der geheimen Experimente mit Uran und Plutonium, die Südkorea seit 1982 durchgeführt hat.

    Die KDVR fordert von den USA die Unterzeichnung eines Nichtangriffsvertrages und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Ferner verlangt die KDVR die Wiederaufnahme der Lieferung von Brennstoffen für ihre Kraftwerke, die Ende des Jahres 2002 eingestellt worden waren. Schließlich beharrt Pjöngjang auf kollektiven Garantien der Verhandlungsteilnehmer für die Sicherheit der KDVR sowie auf die Einstellung aller atomaren Experimente. Demnach sollen Maßnahmen ergriffen werden, die es erlauben, die atomare Problematik auf der koreanischen Halbinsel zu lösen.

    Die KDVR hatte sich am 12. Februar 2005 offiziell zur Atommacht erklärt. Konkrete Angaben über atomare Sprengsätze in Pjöngjangs Besitz liegen nicht vor. Da keine Inspektionen der IAEA durchgeführt werden, können nur widersprüchliche und indirekte Resultate der Aufklärung aus dem Kosmos als Anhaltspunkte herangezogen werden.

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